  2  1  1 * Dies sind die Namen der Kinder Israel, die mit Jakob nach Aegypten kamen; ein jeglicher kam mit seinem Hause hinein:
  2  1  2   Ruben, Simeon, Levi, Juda,
  2  1  3   Isaschar, Sebulon, Benjamin,
  2  1  4   Dan, Naphthali, Gad, Asser.
  2  1  5   Und aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs gekommen waren, deren waren siebzig. Joseph aber war zuvor in Aegypten.
  2  1  6   Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brueder und alle, die zu der Zeit gelebt hatten,
  2  1  7   wuchsen die Kinder Israel und zeugten Kinder und mehrten sich und wurden sehr viel, dass ihrer das Land voll ward.
  2  1  8 * Da kam ein neuer Koenig auf in Aegypten, der wusste nichts von Joseph
  2  1  9   und sprach zu seinem Volk: Siehe, des Volks der Kinder Israel ist viel und mehr als wir.
  2  1 10   Wohlan, wir wollen sie mit List daempfen, dass ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein Krieg erhoebe, moechten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Lande ausziehen.
  2  1 11   Und man setzte Fronvoegte ueber sie, die sie mit schweren Diensten druecken sollten; denn man baute dem Pharao die Staedte Pithon und Raemses zu Vorratshaeusern.
  2  1 12   Aber je mehr sie das Volk drueckten, je mehr es sich mehrte und ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Greuel.
  2  1 13   Und die Aegypter zwangen die Kinder Israel zum Dienst mit Unbarmherzigkeit
  2  1 14   und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit allerlei Froenen auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit.
  2  1 15 * Und der Koenig in Aegypten sprach zu den hebraeischen Wehmuettern, deren eine hiess Siphra und die andere Pua:
  2  1 16   Wenn ihr den hebraeischen Weibern helft, und auf dem Stuhl seht, dass es ein Sohn ist, so toetet ihn; ist's aber eine Tochter, so lasst sie leben.
  2  1 17   Aber die Wehmuetter fuerchteten Gott und taten nicht, wie der Koenig von Aegypten ihnen gesagt hatte, sondern liessen die Kinder leben.
  2  1 18   Da rief der Koenig in Aegypten die Wehmuetter und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, dass ihr die Kinder leben lasset?
  2  1 19   Die Wehmuetter antworteten Pharao: Die hebraeischen Weiber sind nicht wie die aegyptischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehmutter zu ihnen kommt, haben sie geboren.
  2  1 20   Darum tat Gott den Wehmuettern Gutes. Und das Volk mehrte sich und ward sehr viel.
  2  1 21   Und weil die Wehmuetter Gott fuerchteten, baute er ihnen Haeuser.
  2  1 22   Da gebot Pharao allem seinem Volk und sprach: Alle Soehne, die geboren werden, werft ins Wasser, und alle Toechter lasst leben.
  2  2  1 * Und es ging ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levi.
  2  2  2   Und das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Und da sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate.
  2  2  3   Und da sie ihn nicht laenger verbergen konnte, machte sie ein Kaestlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind darein und legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers.
  2  2  4   Aber seine Schwester stand von ferne, dass sie erfahren wollte, wie es ihm gehen wuerde.
  2  2  5 * Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wollte baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Kaestlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und liess es holen.
  2  2  6   Und da sie es auftat, sah sie das Kind; und siehe, das Knaeblein weinte. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der hebraeischen Kindlein eins.
  2  2  7   Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: Soll ich hingehen und der hebraeischen Weiber eine rufen, die da saeugt, dass sie dir das Kindlein saeuge?
  2  2  8   Die Tochter Pharaos sprach zu ihr: Gehe hin. Die Jungfrau ging hin und rief des Kindes Mutter.
  2  2  9   Da sprach Pharaos Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein und saeuge mir's; ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind und saeugte es.
  2  2 10   Und da das Kind gross war, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es ward ihr Sohn, und sie hiess ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.
  2  2 11 * Zu den Zeiten, da Mose war gross geworden, ging er aus zu seinen Bruedern und sah ihre Last und ward gewahr, dass ein Aegypter schlug seiner Brueder, der Hebraeischen, einen.
  2  2 12   Und er wandte sich hin und her, und da er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Aegypter und scharrte ihn in den Sand.
  2  2 13   Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zwei hebraeische Maenner sich miteinander zanken und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlaegst du deinen Naechsten?
  2  2 14   Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter ueber uns gesetzt? Willst du mich auch erwuergen, wie du den Aegypter erwuergt hast? Da fuerchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut geworden?
  2  2 15   Und es kam vor Pharao; der trachtete nach Mose, dass er ihn erwuergte. Aber Mose floh vor Pharao und blieb im Lande Midian und wohnte bei einem Brunnen.
  2  2 16 * Der Priester aber von Midian hatte sieben Toechter; die kamen, Wasser zu schoepfen, und fuellten die Rinnen, dass sie ihres Vaters Schafe traenkten.
  2  2 17   Da kamen die Hirten und stiessen sie davon. Aber Mose machte sich auf und half ihnen und traenkte ihre Schafe.
  2  2 18   Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute so bald gekommen?
  2  2 19   Sie sprachen: Ein aegyptischer Mann errettete uns von den Hirten und schoepfte uns und traenkte die Schafe.
  2  2 20   Er sprach zu seinen Toechtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann gelassen, dass ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen?
  2  2 21   Und Mose willigte darein, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora.
  2  2 22   Die gebar einen Sohn; und er hiess ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande.
  2  2 23 * Lange Zeit aber darnach starb der Koenig in Aegypten. Und die Kinder Israel seufzten ueber ihre Arbeit und schrieen, und ihr Schreien ueber ihre Arbeit kam vor Gott.
  2  2 24   Und Gott erhoerte ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob;
  2  2 25   und er sah darein und nahm sich ihrer an.
  2  3  1 * Mose aber huetete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinter die Wueste und kam an den Berg Gottes, Horeb.
  2  3  2   Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, dass der Busch mit Feuer brannte und ward doch nicht verzehrt;
  2  3  3   und sprach: ich will dahin und beschauen dies grosse Gesicht, warum der Busch nicht verbrennt.
  2  3  4   Da aber der HERR sah, dass er hinging, zu sehen, rief ihm Gott aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
  2  3  5   Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe aus von deinen Fuessen; denn der Ort, darauf du stehst, ist ein heilig Land!
  2  3  6   Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhuellte sein Angesicht; denn er fuerchtete sich Gott anzuschauen.
  2  3  7 * Und der HERR sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volkes in Aegypten und habe ihr Geschrei gehoert ueber die, so sie draengen; ich habe ihr Leid erkannt
  2  3  8   und bin herniedergefahren, dass ich sie errette von der Aegypter Hand und sie ausfuehre aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fliesst, an den Ort der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
  2  3  9   Weil nun das Geschrei der Kinder Israel vor mich gekommen ist, und ich auch dazu ihre Angst gesehen habe, wie die Aegypter sie aengsten,
  2  3 10   so gehe nun hin, ich will dich zu Pharao senden, dass du mein Volk, die Kinder Israel, aus Aegypten fuehrest.
  2  3 11 * Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zu Pharao gehe und fuehre die Kinder Israel aus Aegypten?
  2  3 12   Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir ein Zeichen sein, dass ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Aegypten gefuehrt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.
  2  3 13   Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Vaeter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie heisst sein Name? was soll ich ihnen sagen?
  2  3 14   Gott sprach zu Mose: ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE. Und sprach: Also sollst du den Kindern Israel sagen: ICH WERDE SEIN hat mich zu euch gesandt.
  2  3 15   Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Der HERR, eurer Vaeter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, dabei soll man mein Gedenken fuer und fuer.
  2  3 16 * Darum so gehe hin und versammle die Aeltesten in Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, euer Vaeter Gott, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch heimgesucht, und gesehen, was euch in Aegypten widerfahren ist,
  2  3 17   und habe gesagt: ich will euch aus dem Elend Aegyptens fuehren in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fliesst.
  2  3 18   Und wenn sie deine Stimme hoeren, so sollst du und die Aeltesten in Israel hineingehen zum Koenig in Aegypten und zu ihm sagen: Der HERR, der Hebraeer Gott, hat uns gerufen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen in die Wueste, dass wir opfern unserm Gott.
  2  3 19   Aber ich weiss, dass euch der Koenig in Aegypten nicht wird ziehen lassen, ausser durch eine starke Hand.
  2  3 20   Denn ich werde meine Hand ausstrecken und Aegypten schlagen mit allerlei Wundern, die ich darin tun werde. Darnach wird er euch ziehen lassen.
  2  3 21   Und ich will diesem Volk Gnade geben vor den Aegyptern, dass, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer auszieht;
  2  3 22   sondern ein jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin fordern silberne und goldene Gefaesse und Kleider; die sollt ihr auf eure Soehne und Toechter legen und von den Aegyptern zur Beute nehmen.
  2  4  1 * Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben noch meine Stimme hoeren, sondern werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen.
  2  4  2   Der HERR sprach zu ihm: Was ist's, was du in deiner Hand hast? Er sprach: Ein Stab.
  2  4  3   Er sprach: Wirf ihn vor dir auf die Erde. Und er warf ihn von sich; da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr.
  2  4  4   Aber der HERR sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie bei dem Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und hielt sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand.
  2  4  5   Darum werden sie glauben, dass dir erschienen sei der HERR, der Gott ihrer Vaeter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.
  2  4  6   Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. Und er steckte seine Hand in seinen Busen und zog sie wieder heraus; siehe, da war aussaetzig wie Schnee.
  2  4  7   Und er sprach: Tue sie wieder in deinen Busen. Und er tat sie wieder in seinen Busen und zog sie heraus; siehe, da ward sie wieder wie sein anderes Fleisch.
  2  4  8   Wenn sie dir nun nicht werden glauben noch deine Stimme hoeren bei dem einen Zeichen, so werden sie doch glauben deine Stimme bei dem andern Zeichen.
  2  4  9   Wenn sie aber diesen zwei Zeichen nicht glauben werden noch deine Stimme hoeren, so nimm Wasser aus dem Strom und giess es auf das trockene Land, so wird das Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Lande.
  2  4 10 * Mose aber sprach zu dem HERRN: Ach mein HERR, ich bin je und je nicht wohl beredt gewesen, auch nicht seit der Zeit, da du mit deinem Knecht geredet hast; denn ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.
  2  4 11   Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan, der HERR?
  2  4 12   So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.
  2  4 13   Mose sprach aber: Mein HERR, sende, welchen du senden willst.
  2  4 14   Da ward der HERR sehr zornig ueber Mose und sprach: Weiss ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? und siehe, er wird herausgehen dir entgegen; und wenn er dich sieht, wir er sich von Herzen freuen.
  2  4 15   Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt.
  2  4 16   Und er soll fuer dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst sein Gott sein.
  2  4 17   Und diesen Stab nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst.
  2  4 18 * Mose ging hin und kam wieder zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen, dass ich wieder zu meinen Bruedern komme, die in Aegypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Gehe hin mit Frieden.
  2  4 19   Auch sprach der HERR zu ihm in Midian: Gehe hin und ziehe wieder nach Aegypten; denn die Leute sind tot, die nach deinem Leben standen.
  2  4 20   Also nahm Mose sein Weib und seine Soehne und fuehrte sie auf einem Esel und zog wieder nach Aegyptenland und nahm den Stab Gottes in seine Hand.
  2  4 21   Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach Aegypten kommst, dass du alle Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand gegeben habe; aber ich will sein Herz verstocken, dass er das Volk nicht lassen wird.
  2  4 22   Und du sollst zu ihm sagen: So sagt der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn;
  2  4 23   und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lassest, dass er mir diene. Wirst du dich des weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn erwuergen.
  2  4 24 * Und als er unterwegs in der Herberge war, kam ihm der HERR entgegen und wollte ihn toeten.
  2  4 25   Da nahm Zippora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und ruehrte ihm seine Fuesse an und sprach: Du bist mir ein Blutbraeutigam.
  2  4 26   Da liess er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbraeutigam um der Beschneidung willen.
  2  4 27   Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wueste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und kuesste ihn.
  2  4 28   Und Mose sagte Aaron alle Worte des HERRN, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.
  2  4 29   Und sie gingen hin und versammelten alle Aeltesten von den Kindern Israel.
  2  4 30   Und Aaron redete alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor dem Volk.
  2  4 31   Und das Volk glaubte. Und da sie hoerten, dass der HERR die Kinder Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen haette, neigten sie sich und beteten an.
  2  5  1 * Darnach ging Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass mir's ein Fest halte in der Wueste.
  2  5  2   Pharao antwortete: Wer ist der HERR, des Stimme ich hoeren muesse und Israel ziehen lassen? Ich weiss nichts von dem HERRN, will auch Israel nicht lassen ziehen.
  2  5  3 * Sie sprachen: Der Hebraeer Gott hat uns gerufen; so lass uns nun hinziehen drei Tagereisen in die Wueste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, dass uns nicht widerfahre Pestilenz oder Schwert.
  2  5  4   Da sprach der Koenig in Aegypten zu ihnen: Du Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Gehet hin an eure Dienste!
  2  5  5   Weiter sprach Pharao: Siehe, des Volks ist schon zuviel im Lande, und ihr wollt sie noch feiern heissen von ihrem Dienst!
  2  5  6   Darum befahl Pharao desselben Tages den Voegten des Volks und ihren Amtleuten und sprach:
  2  5  7   Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh sammeln und geben, dass sie Ziegel machen wie bisher; lasst sie selbst hingehen, und Stroh zusammenlesen,
  2  5  8   und die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auflegen und nichts mindern; denn sie gehen muessig, darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern.
  2  5  9   Man druecke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht kehren an falsche Rede.
  2  5 10 * Da gingen die Voegte des Volkes und ihre Amtleute aus und sprachen zum Volk: So spricht Pharao: Man wird euch kein Stroh geben;
  2  5 11   geht ihr selbst hin und sammelt euch Stroh, wo ihr's findet; aber von eurer Arbeit soll nichts gemindert werden.
  2  5 12   Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land Aegypten, dass es Stoppeln sammelte, damit sie Stroh haetten.
  2  5 13   Und die Voegte trieben sie und sprachen: Erfuellet euer Tagewerk, gleich als da ihr Stroh hattet.
  2  5 14   Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Voegte Pharaos ueber sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und ward zu ihnen gesagt: Warum habt ihr weder heute noch gestern euer gesetztes Tagewerk getan wie bisher?
  2  5 15 * Da gingen hinein die Amtleute der Kinder Israel und schrien zu Pharao: Warum willst du mit deinen Knechten also fahren?
  2  5 16   Man gibt den Knechten kein Stroh, und sie sollen die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; siehe deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk muss schuldig sein.
  2  5 17   Pharao sprach: Ihr seid muessig, muessig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen und dem HERRN opfern.
  2  5 18   So gehet nun hin und froent; Stroh soll man euch nicht geben, aber die Anzahl der Ziegel sollt ihr schaffen.
  2  5 19   Da sahen die Amtleute der Kinder Israel, dass es aerger ward, weil man sagte: Ihr sollt nichts mindern von dem Tagewerk an den Ziegeln.
  2  5 20   Und da sie von Pharao gingen, begegneten sie Mose und Aaron und traten ihnen entgegen
  2  5 21   und sprachen zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, dass ihr unsern Geruch habt stinkend gemacht vor Pharao und seinen Knechten und habt ihnen das Schwert in die Haende gegeben, uns zu toeten.
  2  5 22   Mose aber kam wieder zu dem HERRN und sprach: HERR, warum tust du so uebel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt?
  2  5 23   Denn seit dem, dass ich hineingegangen bin zu Pharao, mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch haerter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet.
  2  6  1 * Der HERR sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand muss er sie lassen ziehen, er muss sie noch durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben.
  2  6  2   Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR
  2  6  3   und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der allmaechtige Gott; aber mein Name HERR ist ihnen nicht offenbart worden.
  2  6  4   Auch habe ich einen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land ihrer Wallfahrt, darin sie Fremdlinge gewesen sind.
  2  6  5   Auch habe ich gehoert die Wehklage der Kinder Israel, welche die Aegypter mit Froenen beschweren, und habe an meinen Bund gedacht.
  2  6  6   Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR und will euch ausfuehren von euren Lasten in Aegypten und will euch erretten von eurem Froenen und will euch erloesen durch ausgereckten Arm und grosse Gerichte
  2  6  7   und will euch annehmen zum Volk und will euer Gott sein, dass ihr's erfahren sollt, dass ich der HERR bin, euer Gott, der euch ausfuehrt von der Last Aegyptens
  2  6  8   und euch bringt in das Land, darueber ich habe meine Hand gehoben, dass ich's gaebe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, ich, der HERR.
  2  6  9   Mose sagte solches den Kindern Israel; aber sie hoerten ihn nicht vor Seufzen und Angst vor harter Arbeit.
  2  6 10 * Da redete der HERR mit Mose und sprach:
  2  6 11   Gehe hinein und rede mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.
  2  6 12   Mose aber redete vor dem HERRN und sprach: Siehe, die Kinder Israel hoeren mich nicht; wie sollte mich denn Pharao hoeren? Dazu bin ich von unbeschnittenen Lippen.
  2  6 13   Also redete der HERR mit Mose und Aaron und tat ihnen Befehl an die Kinder Israel und an Pharao, den Koenig in Aegypten, dass sie die Kinder Israel aus Aegypten fuehrten.
  2  6 14 * Dies sind die Haeupter in ihren Vaterhaeusern. Die Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, sind diese: Henoch, Pallu, Hezron, Charmi. Das sind die Geschlechter von Ruben.
  2  6 15   Die Kinder Simeons sind diese: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn des kanaanaeischen Weibes. Das sind Simeons Geschlechter.
  2  6 16   Dies sind die Namen der Kinder Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson, Kahath, Merari. Aber Levi ward hundertsiebenunddreissig Jahre alt.
  2  6 17   Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei nach ihren Geschlechtern.
  2  6 18   Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jizhar, Hebron, Usiel. Kahath aber ward hundertdreiunddreissig Jahre alt.
  2  6 19   Die Kinder Merari sind diese: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihrer Abstammung.
  2  6 20   Und Amram nahm seine Muhme Jochebed zum Weibe; die gebar ihm Aaron und Mose. Aber Amram ward hundertsiebenunddreissig Jahre alt.
  2  6 21   Die Kinder Jizhars sind diese: Korah, Nepheg, Sichri.
  2  6 22   Die Kinder Usiels sind diese: Misael, Elzaphan, Sithri.
  2  6 23   Aaron nahm zum Weibe Eliseba, die Tochter Amminadabs, Nahessons Schwester; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar, Ithamar.
  2  6 24   Die Kinder Korah sind diese: Assir, Elkana, Abiasaph. Das sind die Geschlechter der Korahiter.
  2  6 25   Eleasar aber, Aarons Sohn, der nahm von den Toechtern Putiels ein Weib; die gebar ihm Pinehas. Das sind die Haeupter unter den Vaetern der Leviten-Geschlechter.
  2  6 26   Das ist Aaron und Mose, zu denen der HERR sprach: Fuehret die Kinder Israel aus Aegyptenland mit ihrem Heer.
  2  6 27   Sie sind's die mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, redeten, dass sie die Kinder Israel aus Aegypten fuehrten, naemlich Mose und Aaron.
  2  6 28   Und des Tages redete der HERR mit Mose in Aegyptenland
  2  6 29   und sprach zu Ihm: Ich bin der HERR; rede mit Pharao, dem Koenig in Aegypten, alles, was ich mit dir rede.
  2  6 30   Und er antwortete vor dem HERRN: Siehe, ich bin von unbeschnittenen Lippen; wie wird mich denn Pharao hoeren?
  2  7  1 * Der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich zu einem Gott gesetzt ueber Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.
  2  7  2   Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll's vor Pharao reden, dass er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse.
  2  7  3   Aber ich will Pharaos Herz verhaerten, dass ich meiner Zeichen und Wunder viel tue in Aegyptenland.
  2  7  4   Und Pharao wird euch nicht hoeren, auf dass ich meine Hand in Aegypten beweise und fuehre mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Aegyptenland durch grosse Gerichte.
  2  7  5   Und die Aegypter sollen's innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich nun meine Hand ueber Aegypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen wegfuehren werde.
  2  7  6   Mose und Aaron taten, wie ihnen Gott geboten hatte.
  2  7  7   Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten
  2  7  8 * Und der HERR sprach zu Mose und Aaron:
  2  7  9   Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweist eure Wunder, so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, dass er zur Schlange werde.
  2  7 10   Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor Pharao und vor seinen Knechten, und er ward zur Schlange.
  2  7 11   Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer; und die aegyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren:
  2  7 12   ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Staebe.
  2  7 13   Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.
  2  7 14 * Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert sich das Volk zu lassen.
  2  7 15   Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ins Wasser gehen; so tritt ihm entgegen an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward,
  2  7 16   und sprich zu ihm: Der HERR, der Hebraeer Gott, hat mich zu dir gesandt und lassen sagen: Lass mein Volk, dass mir's diene in der Wueste. Aber du hast bisher nicht wollen hoeren.
  2  7 17   Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, dass ich der HERR bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in Blut verwandelt werden,
  2  7 18   dass die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken; und den Aegyptern wird ekeln, zu trinken das Wasser aus dem Strom.
  2  7 19   Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus ueber die Wasser in Aegypten, ueber ihre Baeche und Stroeme und Seen und ueber alle Wassersuempfe, dass sie Blut werden; und es sei Blut in ganz Aegyptenland, in hoelzernen und in steinernen Gefaessen.
  2  7 20   Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte, und er hob den Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser ward in Blut verwandelt.
  2  7 21   Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, dass die Aegypter nicht trinken konnten das Wasser aus dem Strom; und es war Blut in ganz Aegyptenland.
  2  7 22   Und die aegyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren. Also ward das Herz Pharaos verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.
  2  7 23   Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen.
  2  7 24   Aber alle Aegypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken.
  2  7 25   Und das waehrte sieben Tage lang, dass der HERR den Strom schlug.
  2  8  1 * Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Lass mein Volk, dass mir's diene.
  2  8  2   Wo du dich weigerst, siehe, so will ich all dein Gebiet mit Froeschen plagen,
  2  8  3   dass der Strom soll von Froeschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und kommen in dein Haus, in deine Schlafkammer, auch in die Haeuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backoefen und in deine Teige;
  2  8  4   und die Froesche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle deine Knechte kriechen.
  2  8  5   Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe ueber die Baeche und Stroeme und Seen und lass Froesche ueber Aegyptenland kommen.
  2  8  6   Und Aaron reckte seine Hand ueber die Wasser in Aegypten, und es kamen Froesche herauf, dass Aegyptenland bedeckt ward.
  2  8  7   Da taten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwoeren und liessen Froesche ueber Aegyptenland kommen.
  2  8  8   Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den HERRN fuer mich, dass er die Froesche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich das Volk lassen, dass es dem HERRN opfere.
  2  8  9   Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir und bestimme mir, wann ich fuer dich, fuer deine Knechte und fuer dein Volk bitten soll, dass die Froesche von dir und von deinem Haus vertrieben werden und allein im Strom bleiben.
  2  8 10   Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast. Auf dass du erfahrest, dass niemand ist wie der HERR, unser Gott,
  2  8 11   so sollen die Froesche von dir, von deinem Hause, von deinen Knechten und von deinem Volk genommen werden und allein in Strom bleiben.
  2  8 12   Also gingen Mose und Aaron von Pharao; und Mose schrie zu dem HERRN der Froesche halben, wie er Pharao hatte zugesagt.
  2  8 13   Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte; und die Froesche starben in den Haeusern, in den Hoefen und auf dem Felde.
  2  8 14   Und sie haeuften sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen, und das Land stank davon.
  2  8 15   Da aber Pharao sah, dass er Luft gekriegt hatte, verhaertete er sein Herz und hoerte sie nicht, wie denn der HERR geredet hatte.
  2  8 16 * Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und schlage in den Staub auf der Erde, dass Stechmuecken werden in ganz Aegyptenland.
  2  8 17   Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit dem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es wurden Muecken an den Menschen und an dem Vieh; aller Staub des Landes ward zu Muecken in ganz Aegyptenland.
  2  8 18   Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwoeren, dass sie Muecken herausbraechten, aber sie konnten nicht. Und die Muecken waren sowohl an den Menschen als an Vieh.
  2  8 19   Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er hoerte sie nicht, wie denn der HERR gesagt hatte.
  2  8 20 * Und der HERR sprach zu Mose: Mache dich morgen frueh auf und tritt vor Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der HERR: Lass mein Volk, dass es mir diene;
  2  8 21   wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen ueber dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, dass aller Aegypter Haeuser und das Feld und was darauf ist, voll Ungeziefer werden sollen.
  2  8 22   Und ich will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk aufhaelt, dass kein Ungeziefer da sei; auf dass du innewerdest, dass ich der HERR bin auf Erden allenthalben;
  2  8 23   und will eine Erloesung setzen zwischen meinem und deinem Volk; morgen soll das Zeichen geschehen.
  2  8 24   Und der HERR tat also, und es kam viel Ungeziefer in Pharaos Haus, in seiner Knechte Haeuser und ueber ganz Aegyptenland; und das Land ward verderbt von dem Ungeziefer.
  2  8 25   Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem Gott hier im Lande.
  2  8 26   Mose sprach: Das taugt nicht, dass wir also tun; denn wir wuerden der Aegypter Greuel opfern unserm Gott, dem HERRN; siehe, wenn wir der Aegypter Greuel vor ihren Augen opferten, wuerden sie uns nicht steinigen?
  2  8 27   Drei Tagereisen wollen wir gehen in die Wueste und dem HERRN, unserm Gott, opfern, wie er uns gesagt hat.
  2  8 28   Pharao sprach: Ich will euch lassen, dass ihr dem HERRN, eurem Gott, opfert in der Wueste; allein, dass ihr nicht ferner zieht; und bittet fuer mich.
  2  8 29   Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme, so will ich den HERRN bitten, dass dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und seinem Volk genommen werde morgen des Tages; allein taeusche mich nicht mehr, dass du das Volk nicht lassest, dem HERRN zu opfern.
  2  8 30   Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den HERRN.
  2  8 31   Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, dass nicht eines uebrigblieb.
  2  8 32   Aber Pharao verhaertete sein Herz auch dieses Mal und liess das Volk nicht.
  2  9  1 * Der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also sagt der HERR, der Gott der Hebraeer: Lass mein Volk, dass sie mir dienen.
  2  9  2   Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhaeltst,
  2  9  3   siehe, so wird die Hand des HERRN sein ueber dein Vieh auf dem Felde, ueber Pferde, ueber Esel, ueber Kamele, ueber Ochsen, ueber Schafe, mit einer sehr schweren Pestilenz.
  2  9  4   Und der HERR wird ein Besonderes tun zwischen dem Vieh der Israeliten und der Aegypter, dass nichts sterbe aus allem, was die Kinder Israel haben.
  2  9  5   Und der HERR bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der HERR solches auf Erden tun.
  2  9  6   Und der HERR tat solches des Morgens, und es starb allerlei Vieh der Aegypter; aber des Viehs der Kinder Israel starb nicht eins.
  2  9  7   Und Pharao sandte darnach, und siehe, es war des Viehs Israels nicht eins gestorben. Aber das Herz Pharaos ward verstockt, und er liess das Volk nicht.
  2  9  8 * Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Faeuste voll Russ aus dem Ofen, und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao,
  2  9  9   dass es ueber ganz Aegyptenland staeube und boese schwarze Blattern auffahren an den Menschen und am Vieh in ganz Aegyptenland.
  2  9 10   Und sie nahmen Russ aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose sprengte ihn gen Himmel. Da fuhren auf boese schwarze Blattern an den Menschen und am Vieh,
  2  9 11   also dass die Zauberer nicht konnten vor Mose stehen vor den boesen Blattern; denn es waren an den Zauberern ebensowohl boese Blattern als an allen Aegyptern.
  2  9 12   Aber der HERR verstockte das Herz Pharaos, dass er sie nicht hoerte, wie denn der HERR gesagt hatte.
  2  9 13 * Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen frueh auf und tritt vor Pharao und sprich zu ihm: So sagt der HERR, der Hebraeer Gott: Lass mein Volk, dass mir's diene;
  2  9 14   ich will sonst diesmal alle meine Plagen ueber dich selbst senden, ueber deine Knechte und ueber dein Volk, dass du innewerden sollst, dass meinesgleichen nicht ist in allen Landen.
  2  9 15   Denn ich haette schon jetzt meine Hand ausgereckt und dich und dein Volk mit Pestilenz geschlagen, dass du von der Erde vertilgt wuerdest.
  2  9 16   Aber darum habe ich dich erhalten, dass meine Kraft an dir erscheine und mein Name verkuendigt werde in allen Landen.
  2  9 17   Du trittst mein Volk noch unter dich und willst's nicht lassen.
  2  9 18   Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr grossen Hagel regnen lassen, desgleichen in Aegypten nicht gewesen ist, seitdem es gegruendet ist, bis her.
  2  9 19   Und nun sende hin und verwahre dein Vieh, und alles, was du auf dem Felde hast. Denn alle Menschen und das Vieh, das auf dem Felde gefunden wird und nicht in die Haeuser versammelt ist, so der Hagel auf sie faellt, werden sterben.
  2  9 20   Wer nun unter den Knechten Pharaos des HERRN Wort fuerchtete, der liess seine Knechte und sein Vieh in die Haeuser fliehen.
  2  9 21   Welcher Herz aber sich nicht kehrte an des HERRN Wort, die liessen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde.
  2  9 22 * Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand aus gen Himmel, dass es hagle ueber ganz Aegyptenland, ueber Menschen, ueber Vieh und ueber alles Kraut auf dem Felde in Aegyptenland.
  2  9 23   Also reckte Mose seinen Stab gen Himmel, und der HERR liess donnern und hageln, dass das Feuer auf die Erde schoss. Also liess der HERR Hagel regnen ueber Aegyptenland,
  2  9 24   dass Hagel und Feuer untereinander fuhren, so grausam, dass desgleichen in ganz Aegyptenland nie gewesen war, seitdem Leute darin gewesen sind.
  2  9 25   Und der Hagel schlug in ganz Aegyptenland alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach alle Baeume auf dem Felde.
  2  9 26   Allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel wohnten, da hagelte es nicht.
  2  9 27   Da schickte Pharao hin und liess Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dasmal mich versuendigt; der HERR ist gerecht, ich aber und mein Volk sind Gottlose.
  2  9 28   Bittet aber den Herrn, dass er aufhoere solch Donnern und Hageln Gottes, so will ich euch lassen, dass ihr nicht laenger hier bleibet.
  2  9 29   Mose sprach: Wenn ich zur Stadt hinauskomme, so will ich meine Haende ausbreiten gegen den HERRN; so wird der Donner aufhoeren und kein Hagel mehr sein, dass du innewerdest, dass die Erde des HERRN sei.
  2  9 30   Ich weiss aber, dass du und deine Knechte euch noch nicht fuerchtet vor Gott dem HERRN.
  2  9 31   Also ward geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte geschosst und der Flachs Knoten gewonnen.
  2  9 32   Aber der Weizen und Spelt ward nicht geschlagen, denn es war Spaetgetreide.
  2  9 33   So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Haende gegen den HERRN, und der Donner und Hagel hoerten auf, und der Regen troff nicht mehr auf die Erde.
  2  9 34   Da aber Pharao sah, dass der Regen und Donner und Hagel aufhoerte, versuendigte er sich weiter und verhaertete sein Herz, er und seine Knechte.
  2  9 35   Also ward des Pharao Herz verstockt, dass er die Kinder Israel nicht liess, wie denn der HERR geredet hatte durch Mose.
  2 10  1 * Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhaertet, auf dass ich diese meine Zeichen unter ihnen tue,
  2 10  2   und dass du verkuendigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Aegypten ausgerichtet habe und wie ich meine Zeichen unter ihnen getan habe, dass ihr wisset: Ich bin der HERR.
  2 10  3   Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Hebraeer Gott: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demuetigen, dass du mein Volk lassest, mir zu dienen?
  2 10  4   Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Orten,
  2 10  5   dass sie das Land bedecken, also dass man das Land nicht sehen koenne; und sie sollen fressen, was euch uebrig und errettet ist vor dem Hagel, und sollen alle gruenenden Baeume fressen auf dem Felde
  2 10  6   und sollen erfuellen dein Haus, aller deiner Knechte Haeuser und aller Aegypter Haeuser, desgleichen nicht gesehen haben deine Vaeter und deiner Vaeter Vaeter, seitdem sie auf Erden gewesen bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging von Pharao hinaus.
  2 10  7   Da sprachen die Knechte Pharaos zu ihm: Wie lange sollen wir mit diesem Manne geplagt sein? Lass die Leute ziehen, dass sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen. Willst du zuvor erfahren dass Aegypten untergegangen sei?
  2 10  8   Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht; der sprach zu ihnen: Gehet hin und dienet dem HERRN, eurem Gott. Welche sind es aber, die hinziehen sollen?
  2 10  9   Mose sprach: Wir wollen hinziehen mit jung und alt, mit Soehnen und Toechtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des HERRN.
  2 10 10   Er sprach zu ihnen: O ja, der HERR sei mit euch! Sollte ich euch und eure Kinder dazu ziehen lassen? Sehet da, ob ihr nicht Boeses vorhabt!
  2 10 11   Nicht also, sondern ihr Maenner ziehet hin und dienet dem HERRN; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stiess sie heraus von Pharao.
  2 10 12 * Da sprach der HERR zu Mose: Recke deine Hand ueber Aegyptenland, dass Heuschrecken auf Aegyptenland kommen und fressen alles Kraut im Lande auf samt allem dem, was der Hagel uebriggelassen hat.
  2 10 13   Mose reckte seinen Stab ueber Aegyptenland; und der HERR trieb einen Ostwind ins Land den ganzen Tag und die ganze Nacht; und des Morgens fuehrte der Ostwind die Heuschrecken her.
  2 10 14   Und sie kamen ueber das ganze Aegyptenland und liessen sich nieder an allen Orten in Aegypten, so sehr viel, dass zuvor desgleichen nie gewesen ist noch hinfort sein wird.
  2 10 15   Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es. Und sie frassen alles Kraut im Lande auf und alle Fruechte auf den Baeumen, die der Hagel uebriggelassen hatte, und liessen nichts Gruenes uebrig an den Baeumen und am Kraut auf dem Felde in ganz Aegyptenland.
  2 10 16   Da forderte Pharao eilend Mose und Aaron und sprach: Ich habe mich versuendigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch;
  2 10 17   vergebt mir meine Suende nur noch diesmal und bittet den HERRN, euren Gott, dass er doch nur diesen Tod von mir wegnehme.
  2 10 18   Und er ging aus von Pharao und bat den HERRN.
  2 10 19   Da wendete der HERR den Wind, also dass er sehr stark aus Westen ging und hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, dass nicht eine uebrigblieb an allen Orten Aegyptens.
  2 10 20   Aber der HERR verstockte Pharaos Herz, dass er die Kinder Israel nicht liess.
  2 10 21 * Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, dass es so finster werde in Aegyptenland, dass man's greifen mag.
  2 10 22   Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Aegyptenland drei Tage,
  2 10 23   dass niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.
  2 10 24   Da forderte Pharao Mose und sprach: Ziehet hin und dienet dem Herrn; allein eure Schafe und Rinder lasst hier; lasst auch eure Kindlein mit euch ziehen.
  2 10 25   Mose sprach: Du musst uns auch Opfer und Brandopfer geben, die wir unserm Gott, dem HERRN, tun moegen.
  2 10 26   Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahintenbleiben; denn wir wissen nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dahin kommen.
  2 10 27   Aber der HERR verstockte das Herz Pharao dass er sie nicht lassen wollte.
  2 10 28   Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und huete dich, dass du nicht mehr vor meine Augen kommst; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben.
  2 10 29   Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine Augen kommen.
  2 11  1 * Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage ueber Pharao und Aegypten kommen lassen; darnach wird er euch von hinnen lassen und wird nicht allein alles lassen, sondern euch von hinnen treiben.
  2 11  2   So sage nun vor dem Volk, dass ein jeglicher von seinem Naechsten und eine jegliche von ihrer Naechsten silberne und goldene Gefaesse fordere.
  2 11  3   Und der HERR gab dem Volk Gnade vor den Aegyptern. Und Mose war ein sehr grosser Mann in Aegyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem Volk.
  2 11  4 * Und Mose sprach: So sagt der HERR: Ich will zu Mitternacht ausgehen in Aegyptenland;
  2 11  5   und alle Erstgeburt in Aegyptenland soll sterben, von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, die hinter der Muehle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh;
  2 11  6   und wird ein grosses Geschrei sein in ganz Aegyptenland, desgleichen nie gewesen ist noch werden wird;
  2 11  7   aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, unter Menschen sowohl als unter Vieh, auf dass ihr erfahret, wie der HERR Aegypten und Israel scheide.
  2 11  8   Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mir zu Fuessen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Darnach will ich ausziehen. Und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn.
  2 11  9   Der HERR aber sprach zu Mose: Pharao hoert euch nicht, auf dass viele Wunder geschehen in Aegyptenland.
  2 11 10   Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der HERR verstockte sein Herz, dass er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande.
  2 12  1 * Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Aegyptenland:
  2 12  2   Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben.
  2 12  3   Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus.
  2 12  4   Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein naechster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, dass sie das Lamm aufessen koennen.
  2 12  5   Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Maennlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen
  2 12  6   und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Haeuflein im ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend.
  2 12  7   Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten der Tuer und die obere Schwelle damit bestreichen an den Haeusern, darin sie es essen.
  2 12  8   Und sollt also das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesaeuertes Brot, und sollt es mit bitteren Kraeutern essen.
  2 12  9   Ihr sollt's nicht roh essen noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweiden.
  2 12 10   Und sollt nichts davon uebriglassen bis morgen; wo aber etwas uebrigbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.
  2 12 11   Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr geguertet sein und eure Schuhe an den Fuessen haben und Staebe in euren Haenden, und sollt's essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HERRN Passah.
  2 12 12   Denn ich will in derselben Nacht durch Aegyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Aegyptenland, unter den Menschen und unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Goettern der Aegypter, ich, der HERR.
  2 12 13   Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Haeusern, darin ihr seid, dass, wenn ich das Blut sehe, an euch voruebergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Aegyptenland schlage.
  2 12 14   Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedaechtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.
  2 12 15   Sieben Tage sollt ihr ungesaeuertes Brot essen; naemlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Haeusern tun. Wer gesaeuertes Brot isst vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel.
  2 12 16   Der Tag soll heilig sein, dass ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, dass ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; ausser, was zur Speise gehoert fuer allerlei Seelen, das allein moegt ihr fuer euch tun.
  2 12 17   Und haltet das ungesaeuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Aegyptenland gefuehrt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.
  2 12 18   Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesaeuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend,
  2 12 19   dass man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Haeusern. Denn wer gesaeuertes Brot isst, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande.
  2 12 20   Darum so esset kein gesaeuertes Brot, sondern eitel ungesaeuertes Brot in allen euren Wohnungen.
  2 12 21 * Und Mose forderte alle Aeltesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe fuer euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah.
  2 12 22   Und nehmet ein Bueschel Isop und taucht in das Blut in dem Becken und beruehret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustuer heraus bis an den Morgen.
  2 12 23   Denn der HERR wird umhergehen und die Aegypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tuer voruebergehen und den Verderber nicht in eure Haeuser kommen lassen, zu plagen.
  2 12 24   Darum so halte diese Weise fuer dich und deine Kinder ewiglich.
  2 12 25   Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst.
  2 12 26   Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da fuer einen Dienst?
  2 12 27   sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der an den Kindern Israel vorueberging in Aegypten, da er die Aegypter plagte und unsere Haeuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an.
  2 12 28   Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte.
  2 12 29 * Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Aegyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sass, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefaengnis und alle Erstgeburt des Viehs.
  2 12 30   Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle Aegypter, und ward ein grosses Geschrei in Aegypten; denn es war kein Haus, darin nicht ein Toter war.
  2 12 31   Und er forderte Moses und Aaron in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; gehet hin und dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt.
  2 12 32   Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin und segnet mich auch.
  2 12 33   Und die Aegypter draengten das Volk, dass sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.
  2 12 34   Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versaeuert war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln.
  2 12 35   Und die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den Aegyptern gefordert silberne und goldene Geraete und Kleider.
  2 12 36   Dazu hatte der HERR dem Volk Gnade gegeben vor den Aegyptern, dass sie ihnen willfaehrig waren; und so nahmen sie es von den Aegyptern zur Beute.
  2 12 37 * Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Sukkoth, sechshunderttausend Mann zu Fuss ohne die Kinder.
  2 12 38   Und es zog auch mit ihnen viel Poebelvolk und Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.
  2 12 39   Und sie buken aus dem rohen Teig, den sie aus Aegypten brachten, ungesaeuerte Kuchen; denn es war nicht gesaeuert, weil sie aus Aegypten gestossen wurden und nicht verziehen konnten und sich sonst keine Zehrung zubereitet hatten.
  2 12 40   Die Zeit aber, die die Kinder Israel in Aegypten gewohnt haben, ist vierhundertunddreissig Jahre.
  2 12 41   Da dieselben um waren, ging das ganze Heer des HERRN auf einen Tag aus Aegyptenland.
  2 12 42   Darum wird diese Nacht dem HERRN gehalten, dass er sie aus Aegyptenland gefuehrt hat; und die Kinder Israel sollen sie dem HERRN halten, sie und ihre Nachkommen.
  2 12 43 * Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen.
  2 12 44   Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon.
  2 12 45   Ein Beisass und Mietling sollen nicht davon essen.
  2 12 46   In einem Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm zerbrechen.
  2 12 47   Die ganze Gemeinde Israel soll solches tun.
  2 12 48   So aber ein Fremdling bei dir wohnt und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was maennlich ist; alsdann mache er sich herzu, dass er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen.
  2 12 49   Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter euch wohnt.
  2 12 50   Und alle Kinder Israel taten, wie der HERR Mose und Aaron hatte geboten.
  2 12 51   Also fuehrte der HERR auf einen Tag die Kinder Israel aus Aegyptenland mit ihrem Heer.
  2 13  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 13  2   Heilige mir alle Erstgeburt, die allerlei Mutter bricht bei den Kindern Israel, unter den Menschen und unter dem Vieh; denn sie sind mein.
  2 13  3   Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus Aegypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, dass der HERR euch mit maechtiger Hand von hinnen hat ausgefuehrt; darum sollst du nicht Sauerteig essen.
  2 13  4   Heute seid ihr ausgegangen, in dem Monat Abib.
  2 13  5   Wenn dich nun der HERR bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, dass er deinen Vaetern geschworen hat dir zu geben, ein Land, darin Milch und Honig fliesst, so sollst du diesen Dienst halten in diesem Monat.
  2 13  6   Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, und am siebenten Tage ist des HERRN Fest.
  2 13  7   Darum sollst du sieben Tage ungesaeuertes Brot essen, dass bei dir kein Sauerteig noch gesaeuertes Brot gesehen werde an allen deinen Orten.
  2 13  8   Ihr sollt euren Soehnen sagen an demselben Tage: Solches halten wir um deswillen, was uns der HERR getan hat, da wir aus Aegypten zogen.
  2 13  9   Darum soll dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf dass des HERRN Gesetz sei in deinem Munde; denn der HERR hat dich mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt.
  2 13 10   Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jaehrlich.
  2 13 11 * Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vaetern geschworen hat und dir's gegeben,
  2 13 12   so sollst du aussondern dem HERRN alles, was die Mutter bricht, und alle Erstgeburt unter dem Vieh, was ein Maennlein ist.
  2 13 13   Die Erstgeburt vom Esel sollst du loesen mit einem Schaf; wo du es aber nicht loesest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Soehnen sollst du loesen.
  2 13 14   Und wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit maechtiger Hand aus Aegypten, von dem Diensthause, gefuehrt.
  2 13 15   Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der HERR alle Erstgeburt in Aegyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die Erstgeburt des Viehs. Darum opfre ich dem HERRN alles, was die Mutter bricht, was ein Maennlein ist, und die Erstgeburt meiner Soehne loese ich.
  2 13 16   Das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen Augen; denn der HERR hat uns mit maechtiger Hand aus Aegypten gefuehrt.
  2 13 17 * Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, fuehrte sie Gott nicht auf der Strasse durch der Philister Land, die am naechsten war; denn Gott gedachte es moechte das Volk gereuen, wenn sie den Streit saehen, und sie moechten wieder nach Aegypten umkehren.
  2 13 18   Darum fuehrte er das Volk um auf die Strasse durch die Wueste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen geruestet aus Aegyptenland.
  2 13 19   Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so fuehrt meine Gebeine mit euch von hinnen.
  2 13 20   Also zogen sie aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wueste.
  2 13 21   Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensaeule, dass er den rechten Weg fuehrte, und des Nachts in einer Feuersaeule, dass er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht.
  2 13 22   Die Wolkensaeule wich nimmer von dem Volk des Tages noch die Feuersaeule des Nachts.
  2 14  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 14  2   Rede mit den Kindern Israel und sprich, dass sie sich herumlenken und sich lagern bei Pihachiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal-Zephon, und daselbst gegenueber sich lagern ans Meer.
  2 14  3   Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirrt im Lande; die Wueste hat sie eingeschlossen.
  2 14  4   Und ich will sein Herz verstocken, dass er ihnen nachjage, und will an Pharao und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die Aegypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin. Und sie taten also.
  2 14  5   Und da es dem Koenig in Aegypten angesagt ward, dass das Volk geflohen war, ward sein Herz verwandelt und das Herz seiner Knechte gegen das Volk, und sie sprachen: Warum haben wir das getan, dass wir Israel haben gelassen, dass sie uns nicht dienten?
  2 14  6   Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich
  2 14  7   und nahm sechshundert auserlesene Wagen und was sonst von Wagen in Aegypten war und die Hauptleute ueber all sein Heer.
  2 14  8   Denn der HERR verstockte das Herz Pharaos, des Koenigs in Aegypten, dass er den Kindern Israel nachjagte. Aber die Kinder Israel waren durch eine hohe Hand ausgezogen.
  2 14  9   Und die Aegypter jagten ihnen nach und ereilten sie (da sie sich gelagert hatten am Meer) mit Rossen und Wagen und Reitern und allem Heer des Pharao bei Pihachiroth, gegen Baal-Zephon.
  2 14 10 * Und da Pharao zu ihnen nahe kam, hoben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Aegypter zogen hinter ihnen her; und sie fuerchteten sich sehr und schrieen zu dem HERRN
  2 14 11   und sprachen zu Mose: Waren nicht genug Graeber in Aegypten, dass du uns musstest wegfuehren, dass wir in der Wueste sterben? Warum hast du uns das getan, dass du uns aus Aegypten gefuehrt hast?
  2 14 12   Ist's nicht das, das wir dir sagten in Aegypten: Hoere auf und lass uns den Aegyptern dienen? Denn es waere uns ja besser den Aegyptern dienen als in der Wueste sterben.
  2 14 13   Mose sprach zum Volk: Fuerchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was fuer ein Heil der HERR heute an euch tun wird. Denn diese Aegypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich.
  2 14 14   Der HERR wird fuer euch streiten, und ihr werdet still sein.
  2 14 15 * Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? sage den Kindern Israel, dass sie ziehen.
  2 14 16   Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand aus ueber das Meer und teile es voneinander, dass die Kinder Israel hineingehen, mitten hindurch auf dem Trockenen.
  2 14 17   Siehe, ich will das Herz der Aegypter verstocken, dass sie euch nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern.
  2 14 18   Und die Aegypter sollen innewerden, dass ich der HERR bin, wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern.
  2 14 19   Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensaeule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie
  2 14 20   und kam zwischen das Heer der Aegypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, dass sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten.
  2 14 21 * Da nun Mose seine Hand reckte ueber das Meer, liess es der HERR hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander.
  2 14 22   Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem Trockenen; und das Wasser war ihnen fuer Mauern zur Rechten und zur Linken.
  2 14 23   Und die Aegypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer.
  2 14 24   Als nun die Morgenwache kam, schaute der HERR auf der Aegypter Heer aus der Feuersaeule und Wolke und machte einen Schrecken in ihrem Heer
  2 14 25   und stiess die Raeder von ihren Wagen, stuerzte sie mit Ungestuem. Da sprachen die Aegypter: Lasst uns fliehen von Israel; der HERR streitet fuer sie wider die Aegypter.
  2 14 26   Aber der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand aus ueber das Meer, dass das Wasser wieder herfalle ueber die Aegypter, ueber ihre Wagen und Reiter.
  2 14 27   Da reckte Mose seine Hand aus ueber das Meer, und das Meer kam wieder vor morgens in seinen Strom, und die Aegypter flohen ihm entgegen. Also stuerzte sie der HERR mitten ins Meer,
  2 14 28   dass das Wasser wiederkam und bedeckte Wagen und Reiter und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolgt waren ins Meer, dass nicht einer aus ihnen uebrigblieb.
  2 14 29   Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer; und das Wasser war ihnen fuer Mauern zur Rechten und zur Linken.
  2 14 30   Also half der HERR Israel an dem Tage von der Aegypter Hand. Und sie sahen die Aegypter tot am Ufer des Meeres
  2 14 31   und die grosse Hand, die der HERR an den Aegyptern erzeigt hatte. Und das Volk fuerchtete den HERRN, und sie glaubten ihm und seinem Knecht Mose.
  2 15  1 * Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem HERRN und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestuerzt.
  2 15  2   Der HERR ist meine Staerke und mein Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben.
  2 15  3   Der HERR ist der rechte Kriegsmann; HERR ist sein Name.
  2 15  4   Die Wagen Pharaos und seine Macht warf er ins Meer; seine auserwaehlten Hauptleute versanken im Schilfmeer.
  2 15  5   Die Tiefe hat sie bedeckt; sie fielen zu Grund wie die Steine.
  2 15  6   HERR, deine rechte Hand tut grosse Wunder; HERR, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen.
  2 15  7   Und mit deiner grossen Herrlichkeit hast du deine Widersacher gestuerzt; denn da du deinen Grimm ausliessest, verzehrte er sie wie Stoppeln.
  2 15  8   Durch dein Blasen taten sich die Wasser empor, und die Fluten standen in Haufen; die Tiefe wallte voneinander mitten im Meer.
  2 15  9   Der Feind gedachte: Ich will nachjagen und erhaschen und den Raub austeilen und meinen Mut an ihnen kuehlen; ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben.
  2 15 10   Da liessest du deinen Wind blasen und das Meer bedeckte sie, und sie sanken unter wie Blei im maechtigen Wasser.
  2 15 11   HERR, wer ist dir gleich unter den Goettern? Wer ist dir gleich, der so maechtig, heilig, schrecklich, loeblich und wundertaetig sei?
  2 15 12   Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde.
  2 15 13   Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erloest hast, und du hast sie gefuehrt durch deine Staerke zu deiner heiligen Wohnung.
  2 15 14   Da das die Voelker hoerten, erbebten sie; Angst kam die Philister an;
  2 15 15   da erschraken die Fuersten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Kanaans wurden feig.
  2 15 16   Es faellt auf sie Erschrecken und Furcht durch deinen grossen Arm, dass sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchkomme, das du erworben hast.
  2 15 17   Du bringst sie hinein und pflanzest sie auf dem Berge deines Erbteils, den du, HERR, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, HERR, das deine Hand bereitet hat.
  2 15 18   Der HERR wird Koenig sein immer und ewig.
  2 15 19   Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern; und der HERR liess das Meer wieder ueber sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer.
  2 15 20   Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken im Reigen.
  2 15 21   Und Mirjam sang ihnen vor: Lasst uns dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan; Ross und Mann hat er ins Meer gestuerzt.
  2 15 22 * Mose liess die Kinder Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zur Wueste Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wueste, dass sie kein Wasser fanden.
  2 15 23   Da kamen sie gen Mara; aber sie konnten das Wasser nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hiess man den Ort Mara.
  2 15 24   Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
  2 15 25   Er schrie zu dem HERRN, und der HERR wies ihm einen Baum; den tat er ins Wasser, da ward es suess. Daselbst stellte er ihnen ein Gesetz und ein Recht und versuchte sie
  2 15 26   und sprach: Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Aegypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt.
  2 15 27   Und sie kamen gen Elim, da waren zwoelf Wasserbrunnen und siebzig Palmbaeume, und sie lagerten sich daselbst ans Wasser.
  2 16  1 * Von Elim zogen sie aus; und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wueste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am fuenfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie aus Aegypten gezogen waren.
  2 16  2   Und es murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wueste
  2 16  3   und sprachen: Wollte Gott, wir waeren in Aegypten gestorben durch des HERRN Hand, da wir bei den Fleischtoepfen sassen und hatten die Fuelle Brot zu essen; denn ihr habt uns ausgefuehrt in diese Wueste, dass ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset.
  2 16  4   Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und sammeln taeglich, was es des Tages bedarf, dass ich's versuche, ob's in meinen Gesetzen wandle oder nicht.
  2 16  5   Des sechsten Tages aber sollen sie zurichten, was sie einbringen, und es wird zwiefaeltig soviel sein, als sie sonst taeglich sammeln.
  2 16  6   Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr innewerden, dass euch der HERR aus Aegyptenland gefuehrt hat,
  2 16  7   und des Morgens werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen; denn er hat euer Murren wider den HERRN gehoert. Was sind wir, dass ihr wider uns murrt?
  2 16  8   Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brots die Fuelle, darum dass der HERR euer Murren gehoert hat, dass ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN.
  2 16  9   Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Kommt herbei vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehoert.
  2 16 10   Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wueste; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in einer Wolke.
  2 16 11   Und der HERR sprach zu Mose:
  2 16 12   Ich habe der Kinder Israel Murren gehoert. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden, und innewerden, dass ich der HERR, euer Gott, bin.
  2 16 13 * Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Heer. Und am Morgen lag der Tau um das Heer her.
  2 16 14   Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wueste rund und klein wie der Reif auf dem Lande.
  2 16 15   Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Man hu? (Das heisst: Was ist das?); denn sie wussten nicht was es war. Mose aber sprach zu ihnen: es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat.
  2 16 16   Das ist's aber, was der HERR geboten hat: Ein jeglicher sammle, soviel er fuer sich essen mag, und nehme einen Gomer auf ein jeglich Haupt nach der Zahl der Seelen in seiner Huette.
  2 16 17   Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere wenig.
  2 16 18   Aber da man's mit dem Gomer mass, fand der nicht darueber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte; sondern ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er fuer sich essen mochte.
  2 16 19   Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas uebrig bis morgen.
  2 16 20   Aber sie gehorchten Mose nicht. Und da etliche liessen davon uebrig bis morgen; da wuchsen Wuermer darin und es ward stinkend. Und Mose ward zornig auf sie.
  2 16 21   Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeglicher fuer sich essen mochte. Wenn aber die Sonne heiss schien, zerschmolz es.
  2 16 22 * Und des sechsten Tages sammelten sie des Brots zwiefaeltig, je zwei Gomer fuer einen. Und alle Obersten der Gemeinde kamen hinein und verkuendigten's Mose.
  2 16 23   Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber uebrig ist, das lasset bleiben, dass es behalten werde bis morgen.
  2 16 24   Und sie liessen's bleiben bis morgen, wie Mose geboten hatte; da ward's nicht stinkend und war auch kein Wurm darin.
  2 16 25   Da sprach Mose: Esset das heute, denn es ist heute der Sabbat des HERRN; ihr werdet's heute nicht finden auf dem Felde.
  2 16 26   Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein.
  2 16 27   Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, zu sammeln, und fanden nichts.
  2 16 28   Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, zu halten meine Gebote und Gesetze?
  2 16 29   Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebenten Tages.
  2 16 30   Also feierte das Volk am siebenten Tage.
  2 16 31   Und das Haus Israel hiess es Man. Und es war wie Koriandersamen und weiss und hatte den Geschmack wie Semmel mit Honig.
  2 16 32 * Und Mose sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat: Fuelle ein Gomer davon, es zu behalten auf eure Nachkommen, auf dass man sehe das Brot, damit ich euch gespeist habe in der Wueste, da ich euch aus Aegyptenland fuehrte.
  2 16 33   Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krueglein und tu ein Gomer voll Man darein und lass es vor dem HERRN, dass es behalten werde auf eure Nachkommen.
  2 16 34   Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also liess es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, dass es behalten werde.
  2 16 35   Und die Kinder Israel assen Man vierzig Jahre, bis dass sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan assen sie Man.
  2 16 36   Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.
  2 17  1 * Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wueste Sin ihre Tagereisen, wie ihnen der HERR befahl, und sie lagerten sich in Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
  2 17  2   Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, dass wir trinken. Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN?
  2 17  3   Da aber das Volk daselbst duerstete nach Wasser, murrten sie wider Mose und sprachen: Warum hast du uns lassen aus Aegypten ziehen, dass du uns, unsre Kinder und unser Vieh Durstes sterben liessest?
  2 17  4   Mose schrie zum HERRN und sprach: Wie soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, sie werden mich noch steinigen.
  2 17  5   Der HERR sprach zu ihm: Gehe hin vor dem Volk und nimm etliche Aelteste von Israel mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Strom schlugst, und gehe hin.
  2 17  6   Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels am Horeb; da sollst du den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Mose tat also vor den Aeltesten von Israel.
  2 17  7   Da hiess man den Ort Massa und Meriba um des Zanks willen der Kinder Israel, und dass sie den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR unter uns oder nicht?
  2 17  8 * Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim.
  2 17  9   Und Mose sprach zu Josua: Erwaehle uns Maenner, zieh aus und streite wider Amalek; morgen will ich auf des Huegels Spitze stehen und den Stab Gottes in meiner Hand haben.
  2 17 10   Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, dass er wider Amalek stritte. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Spitze des Huegels.
  2 17 11   Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand niederliess, siegte Amalek.
  2 17 12   Aber die Haende Mose's wurden schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn unter ihn, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stuetzten ihm seine Haende, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine Haende fest, bis die Sonne unterging.
  2 17 13   Und Josua daempfte den Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schaerfe.
  2 17 14   Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedaechtnis in ein Buch und befiehls's in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man sein nicht mehr gedenke.
  2 17 15   Und Mose baute einen Altar und hiess ihn: Der HERR ist mein Panier.
  2 17 16   Denn er sprach: Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des HERRN, dass der HERR streiten wird wider Amalek von Kind zu Kindeskind.
  2 18  1 * Und da Jethro, der Priester in Midian, Mose's Schwiegervater, hoerte alles, was Gott getan hatte mit Mose und seinem Volk Israel, dass der HERR Israel haette aus Aegypten gefuehrt,
  2 18  2   nahm er Zippora, Mose's Weib, die er hatte zurueckgesandt,
  2 18  3   samt ihren zwei Soehnen, deren einer hiess Gerson (denn er sprach: Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande)
  2 18  4   und der andere Elieser (denn er sprach: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos).
  2 18  5   Da nun Jethro, Mose's Schwiegervater, und seine Soehne und sein Weib zu ihm kamen in die Wueste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte,
  2 18  6   liess er Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwiegervater, bin zu dir gekommen und dein Weib und ihre beiden Soehne mit ihr.
  2 18  7 * Da ging Mose hinaus ihm entgegen und neigte sich vor ihm und kuesste ihn. Und da sie sich untereinander gegruesst hatten, gingen sie in die Huette.
  2 18  8   Da erzaehlte Mose seinem Schwiegervater alles, was der HERR dem Pharao und den Aegyptern getan hatte Israels halben, und alle die Muehsal, die ihnen auf den Wege begegnet war, und dass sie der HERR errettet haette.
  2 18  9   Jethro aber freute sich all des Guten, das der HERR Israel getan hatte, dass er sie errettet hatte von der Aegypter Hand.
  2 18 10   Und Jethro sprach: Gelobt sei der HERR, der euch errettet hat von der Aegypter und Pharaos Hand, der weiss sein Volk von der Aegypter Hand zu erretten.
  2 18 11   Nun weiss ich, dass der HERR groesser ist denn alle Goetter, darum dass sie Hochmut an ihnen geuebt haben.
  2 18 12   Und Jethro, Mose's Schwiegervater, brachte Gott ein Brandopfer mit Dankopfern. Da kamen Aaron und alle Aeltesten in Israel, mit Mose's Schwiegervater das Brot zu essen vor Gott.
  2 18 13 * Des andern Morgens setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her von Morgen an bis zu Abend.
  2 18 14   Da aber sein Schwiegervater sah alles, was er dem Volke tat, sprach er: Was ist's, das du tust mit dem Volk? Warum sitzt du allein, und alles Volk steht um dich her von Morgen an bis zu Abend?
  2 18 15   Mose antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir, Gott um Rat zu fragen.
  2 18 16   Denn wo sie was zu schaffen haben, kommen sie zu mir, dass ich richte zwischen einem jeglichen und seinem Naechsten und zeige ihnen Gottes Rechte und seine Gesetze.
  2 18 17   Sein Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, was du tust.
  2 18 18   Du machst dich zu muede, dazu das Volk auch, das mit dir ist. Das Geschaeft ist dir zu schwer; du kannst's allein nicht ausrichten.
  2 18 19   Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein. Pflege du des Volks vor Gott und bringe die Geschaefte vor Gott
  2 18 20   und stelle ihnen Rechte und Gesetze, dass du sie lehrst den Weg, darin sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.
  2 18 21   Siehe dich aber um unter allem Volk nach redlichen Leuten, die Gott fuerchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind; die setze ueber sie, etliche ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn,
  2 18 22   dass sie das Volk allezeit richten; wo aber eine grosse Sache ist, dass sie dieselbe an dich bringen, und sie alle geringen Sachen richten. So wird dir's leichter werden, und sie werden mit dir tragen.
  2 18 23   Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was Gott dir gebietet, und all dies Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen.
  2 18 24   Mose gehorchte seines Schwiegervaters Wort und tat alles, was er sagte,
  2 18 25   und erwaehlte redliche Leute aus ganz Israel und machte sie zu Haeuptern ueber das Volk, etliche ueber tausend, ueber hundert, ueber fuenfzig und ueber zehn,
  2 18 26   dass sie das Volk allezeit richteten; was aber schwere Sachen waeren, zu Mose braechten, und die kleinen Sachen selber richteten.
  2 18 27   Also liess Mose seinen Schwiegervater in sein Land ziehen.
  2 19  1 * Im dritten Monat nach dem Ausgang der Kinder Israel aus Aegyptenland kamen sie dieses Tages in die Wueste Sinai.
  2 19  2   Denn sie waren ausgezogen von Raphidim und wollten in die Wueste Sinai und lagerten sich in der Wueste daselbst gegenueber dem Berge.
  2 19  3   Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berge und sprach: So sollst du sagen dem Hause Jakob und verkuendigen den Kindern Israel:
  2 19  4   Ihr habt gesehen, was ich den Aegyptern getan habe, und wie ich euch getragen habe auf Adlerfluegeln und habe euch zu mir gebracht.
  2 19  5   Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Voelkern; denn die ganze Erde ist mein.
  2 19  6   Und ihr sollt mir ein priesterlich Koenigreich und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst.
  2 19  7   Mose kam und forderte die Aeltesten im Volk und legte ihnen alle diese Worte vor, die der HERR geboten hatte.
  2 19  8   Und alles Volk antwortete zugleich und sprach: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun. Und Mose sagte die Rede des Volkes dem HERRN wieder.
  2 19  9 * Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf dass dies Volk es hoere, wenn ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich. Und Mose verkuendigte dem HERRN die Rede des Volks.
  2 19 10   Und der HERR sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen
  2 19 11   und bereit seien auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird der HERR herabfahren auf den Berg Sinai.
  2 19 12   Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Huetet euch, dass ihr nicht auf den Berg steiget noch sein Ende anruehrt; denn wer den Berg anruehrt, soll des Todes sterben.
  2 19 13   Keine Hand soll ihn anruehren, sondern er soll gesteinigt oder mit Geschoss erschossen werden; es sei ein Tier oder ein Mensch, so soll er nicht leben. Wenn es aber lange toenen wird, dann sollen sie an den Berg gehen.
  2 19 14   Mose stieg vom Berge zum Volk und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider.
  2 19 15   Und er sprach zu ihnen: Seid bereit auf den dritten Tag, und keiner nahe sich zum Weibe.
  2 19 16 * Als nun der dritte Tag kam und es Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken Posaune; das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.
  2 19 17   Und Mose fuehrte das Volk aus dem Lager Gott entgegen, und es trat unten an den Berg.
  2 19 18   Der ganze Berg Sinai aber rauchte, darum dass der HERR herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, dass der ganze Berg sehr bebte.
  2 19 19   Und der Posaune Ton ward immer staerker. Mose redete, und Gott antwortete ihm laut.
  2 19 20   Als nun der HERR herniedergekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seine Spitze, forderte er Mose oben auf die Spitze des Berges, und Mose stieg hinauf.
  2 19 21   Da sprach der HERR zu ihm: Steig hinab und bezeuge dem Volk, dass sie nicht durchbrechen zum HERRN, ihn zu sehen, und viele aus ihnen fallen.
  2 19 22   Dazu die Priester, die zum HERRN nahen, sollen sich heiligen, dass sie der HERR nicht zerschmettere.
  2 19 23   Mose aber sprach zum HERRN: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen; denn du hast uns bezeugt und gesagt: Mache ein Gehege um den Berg und heilige ihn.
  2 19 24   Und der HERR sprach zu ihm: Gehe hin, steige hinab! Du und Aaron mit dir sollt heraufsteigen; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, dass sie hinaufsteigen zu dem HERRN, dass er sie nicht zerschmettere.
  2 19 25   Und Mose stieg herunter zum Volk und sagte es ihm.
  2 20  1 * Und Gott redete alle diese Worte:
  2 20  2   Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Aegyptenland, aus dem Diensthause, gefuehrt habe.
  2 20  3   Du sollst keine anderen Goetter neben mir haben.
  2 20  4   Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.
  2 20  5   Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Vaeter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;
  2 20  6   und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.
  2 20  7   Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
  2 20  8   Gedenke des Sabbattags, dass Du ihn heiligest.
  2 20  9   Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken;
  2 20 10   aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist.
  2 20 11   Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
  2 20 12 * Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, dass dir der HERR, dein Gott, gibt.
  2 20 13   Du sollst nicht toeten.
  2 20 14   Du sollst nicht ehebrechen.
  2 20 15   Du sollst nicht stehlen.
  2 20 16   Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Naechsten.
  2 20 17   Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Hauses. Lass dich nicht geluesten deines Naechsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Naechster hat.
  2 20 18 * Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von ferne
  2 20 19   und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen; und lass Gott nicht mit uns reden, wir moechten sonst sterben.
  2 20 20   Mose aber sprach zum Volk: Fuerchtet euch nicht; denn Gott ist gekommen, dass er euch versuchte und dass seine Furcht euch vor Augen waere, dass ihr nicht suendigt.
  2 20 21   Also trat das Volk von ferne; aber Mose machte sich hinzu in das Dunkel, darin Gott war.
  2 20 22 * Und der HERR sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, dass ich mit euch vom Himmel geredet habe.
  2 20 23   Darum sollt ihr nichts neben mir machen; silberne und goldene Goetter sollt ihr nicht machen.
  2 20 24   Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedaechtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen.
  2 20 25   Und so du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darueber faehrst, so wirst du ihn entweihen.
  2 20 26   Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, dass nicht deine Bloesse aufgedeckt werde vor ihm.
  2 21  1 * Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen:
  2 21  2   So du einen hebraeischen Knecht kaufst, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frei ausgehen umsonst.
  2 21  3   Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen; ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen.
  2 21  4   Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und er hat Soehne oder Toechter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein, er aber soll ohne Weib ausgehen.
  2 21  5   Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herren lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden,
  2 21  6   so bringe ihn sein Herr vor die "Goetter" und halte ihn an die Tuer oder den Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriem durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig.
  2 21  7   Verkauft jemand sein Tochter zur Magd, so soll sie nicht ausgehen wie die Knechte.
  2 21  8   Gefaellt sie aber ihrem Herrn nicht und will er sie nicht zur Ehe nehmen, so soll er sie zu loesen geben. Aber unter ein fremdes Volk sie zu verkaufen hat er nicht Macht, weil er sie verschmaeht hat.
  2 21  9   Vertraut er sie aber seinem Sohn, so soll er Tochterrecht an ihr tun.
  2 21 10   Gibt er ihm aber noch eine andere, so soll er an ihrer Nahrung, Kleidung und Eheschuld nichts abbrechen.
  2 21 11   Tut er diese drei nicht, so soll sie frei ausgehen ohne Loesegeld.
  2 21 12 * Wer einen Menschen schlaegt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben.
  2 21 13   Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat ihn lassen ungefaehr in seine Haende fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen soll.
  2 21 14   Wo aber jemand seinem Naechsten frevelt und ihn mit List erwuergt, so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, dass man ihn toete.
  2 21 15   Wer Vater und Mutter schlaegt, der soll des Todes sterben.
  2 21 16   Wer einen Menschen stiehlt, es sei, dass er ihn verkauft oder dass man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben.
  2 21 17   Wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
  2 21 18   Wenn Maenner mit einander hadern und einer schlaegt den andern mit einem Stein oder mit einer Faust, dass er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt:
  2 21 19   kommt er auf, dass er ausgeht an seinem Stabe, so soll, der ihn schlug, unschuldig sein, nur dass er ihm bezahle, was er versaeumt hat, und das Arztgeld gebe.
  2 21 20   Wer seinen Knecht oder seine Magd schlaegt mit einem Stabe, dass sie sterben unter seinen Haenden, der soll darum gestraft werden.
  2 21 21   Bleibt er aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er darum nicht gestraft werden; denn es ist sein Geld.
  2 21 22 * Wenn Maenner hadern und verletzen ein schwangeres Weib, dass ihr die Frucht abgeht, und ihr kein Schade widerfaehrt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und er soll's geben nach der Schiedsrichter Erkennen.
  2 21 23   Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele,
  2 21 24   Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss,
  2 21 25   Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule.
  2 21 26   Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlaegt und verderbt es, der soll sie frei loslassen um das Auge.
  2 21 27   Desgleichen, wenn er seinem Knecht oder seiner Magd einen Zahn ausschlaegt, soll er sie frei loslassen um den Zahn.
  2 21 28   Wenn ein Ochse einen Mann oder ein Weib stoesst, dass sie sterben, so soll man den Ochsen steinigen und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig.
  2 21 29   Ist aber der Ochse zuvor stoessig gewesen, und seinem Herrn ist's angesagt, und hat ihn nicht verwahrt, und er toetet darueber einen Mann oder ein Weib, so soll man den Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben.
  2 21 30   Wird man aber ein Loesegeld auf ihn legen, so soll er geben, sein Leben zu loesen, was man ihm auflegt.
  2 21 31   Desgleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder Tochter stoesst.
  2 21 32   Stoesst er aber einen Knecht oder eine Magd, so soll er ihrem Herrn dreissig Silberlinge geben, und den Ochsen soll man steinigen.
  2 21 33   So jemand eine Grube auftut oder graebt eine Grube und deckt sie nicht zu, und es faellt ein Ochse oder Esel hinein,
  2 21 34   so soll's der Herr der Grube mit Geld dem andern wiederbezahlen; das Aas aber soll sein sein.
  2 21 35   Wenn jemandes Ochse eines andern Ochsen stoesst, dass er stirbt, so sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas auch teilen.
  2 21 36   Ist's aber kund gewesen, dass der Ochse zuvor stoessig war, und sein Herr hat ihn nicht verwahrt, so soll er einen Ochsen fuer den andern vergelten und das Aas haben.
  2 22  1 * Wenn jemand einen Ochsen oder ein Schaf stiehlt und schlachtet's oder verkauft's, der soll fuenf Ochsen fuer einen Ochsen wiedergeben und vier Schafe fuer ein Schaf.
  2 22  2   Wenn ein Dieb ergriffen wird, dass er einbricht, und wird dabei geschlagen, dass er stirbt, so soll man kein Blutgericht ueber jenen lassen gehen.
  2 22  3   Ist aber die Sonne ueber ihn aufgegangen, so soll man das Blutgericht gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts, so verkaufe man ihn um seinen Diebstahl.
  2 22  4   Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei ein Ochse, Esel oder Schaf, so soll er's zwiefaeltig wiedergeben.
  2 22  5   Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschaedigt, dass er sein Vieh laesst Schaden tun in eines andern Acker, der soll von dem Besten auf seinem Acker und Weinberg wiedererstatten.
  2 22  6   Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennt die Garben oder Getreide, das noch steht, oder den Acker, so soll der wiedererstatten, der das Feuer angezuendet hat.
  2 22  7 * Wenn jemand seinem Naechsten Geld oder Geraete zu bewahren gibt, und es wird demselben aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zwiefaeltig wiedergeben;
  2 22  8   findet man aber den Dieb nicht, so soll man den Hauswirt vor die "Goetter" bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Naechsten Habe gelegt.
  2 22  9   Wo einer den andern beschuldigt um irgend ein Unrecht, es sei um Ochsen oder Esel oder Schaf oder Kleider oder allerlei, das verloren ist, so soll beider Sache vor die "Goetter" kommen. Welchen die "Goetter" verdammen, der soll's zwiefaeltig seinem Naechsten wiedergeben.
  2 22 10   Wenn jemand seinem Naechsten einen Esel oder Ochsen oder ein Schaf oder irgend ein Vieh zu bewahren gibt, und es stirbt ihm oder wird beschaedigt oder wird ihm weggetrieben, dass es niemand sieht,
  2 22 11   so soll man's unter ihnen auf einen Eid bei dem HERRN kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Naechsten Habe gelegt; und des Gutes Herr soll's annehmen, also dass jener nicht bezahlen muesse.
  2 22 12   Stiehlt's ihm aber ein Dieb, so soll er's seinem Herrn bezahlen.
  2 22 13   Wird es aber zerrissen, soll er Zeugnis davon bringen und nicht bezahlen.
  2 22 14   Wenn's jemand von seinem Naechsten entlehnt, und es wird beschaedigt oder stirbt, dass sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen.
  2 22 15   Ist sein Herr aber dabei, soll er's nicht bezahlen, so er's um sein Geld gedingt hat.
  2 22 16 * Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und bei ihr schlaeft, der soll ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben.
  2 22 17   Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, soll er Geld darwaegen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebuehrt.
  2 22 18   Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.
  2 22 19   Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben.
  2 22 20   Wer den Goettern opfert und nicht dem HERRN allein, der sei verbannt.
  2 22 21   Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdruecken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Aegyptenland gewesen.
  2 22 22   Ihr sollt keine Witwen und Waisen bedraengen.
  2 22 23   Wirst du sie bedraengen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde ihr Schreien erhoeren;
  2 22 24   so wird mein Zorn ergrimmen, dass ich euch mit dem Schwert toete und eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden.
  2 22 25 * Wenn du Geld leihst einem aus meinem Volk, der arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden bringen und keinen Wucher an ihm treiben.
  2 22 26   Wenn du von deinem Naechsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergeht;
  2 22 27   denn sein Kleid ist seine einzige Decke seiner Haut, darin er schlaeft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich ihn erhoeren; denn ich bin gnaedig.
  2 22 28   Den "Goettern" sollst du nicht fluchen, und den Obersten in deinem Volk nicht laestern.
  2 22 29   Deiner Frucht Fuelle und Saft sollst du nicht zurueckhalten. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben.
  2 22 30   So sollst du auch tun mit deinem Ochsen und Schafe. Sieben Tage lass es bei seiner Mutter sein, am achten Tag sollst du mir's geben.
  2 22 31   Ihr sollt heilige Leute vor mir sein; darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern es vor die Hunde werfen.
  2 23  1 * Du sollst falscher Anklage nicht glauben, dass du einem Gottlosen Beistand tust und ein falscher Zeuge seist.
  2 23  2   Du sollst nicht folgen der Menge zum Boesen und nicht also verantworten vor Gericht, dass du der Menge nach vom Rechten weichest.
  2 23  3   Du sollst den Geringen nicht beschoenigen in seiner Sache.
  2 23  4   Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, dass er irrt, so sollst du ihm denselben wieder zufuehren.
  2 23  5   Wenn du den Esel des, der dich hasst, siehst unter seiner Last liegen, huete dich, und lass ihn nicht, sondern versaeume gerne das Deine um seinetwillen.
  2 23  6   Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache.
  2 23  7   Sei ferne von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwuergen; denn ich lasse den Gottlosen nicht Recht haben.
  2 23  8   Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten.
  2 23  9   Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdruecken; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in Aegyptenland gewesen.
  2 23 10 * Sechs Jahre sollst du dein Land besaeen und seine Fruechte einsammeln.
  2 23 11   Im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, dass die Armen unter deinem Volk davon essen; und was uebrigbleibt, lass das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberg und Oelberg.
  2 23 12   Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber des siebenten Tages sollst du feiern, auf dass dein Ochs und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und der Fremdling sich erquicken.
  2 23 13   Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Goetter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehoert werden.
  2 23 14   Dreimal sollt ihr mir Feste halten im Jahr:
  2 23 15   das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten, dass du sieben Tage ungesaeuertes Brot essest, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn in demselben bist du aus Aegypten gezogen. Erscheint aber nicht leer vor mir.
  2 23 16   Und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Fruechte, die du auf dem Felde gesaet hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde.
  2 23 17   Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alles, was maennlich ist unter dir.
  2 23 18   Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen.
  2 23 19   Die Erstlinge von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des HERRN, deines Gottes. Und sollst das Boecklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.
  2 23 20 * Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behuete auf dem Wege und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe.
  2 23 21   Darum huete dich vor seinem Angesicht und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht; denn er wird euer Uebertreten nicht vergeben, und mein Name ist in ihm.
  2 23 22   Wirst du aber seiner Stimme hoeren und tun alles, was ich dir sagen werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher Widersacher sein.
  2 23 23   Wenn nun mein Engel vor dir her geht und dich bringt an die Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter und ich sie vertilge,
  2 23 24   so sollst du ihre Goetter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Goetzen umreissen und zerbrechen.
  2 23 25   Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden.
  2 23 26   Es soll nichts Untraechtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, und ich will dich lassen alt werden.
  2 23 27   Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst, und will dir alle deine Feinde in die Flucht geben.
  2 23 28   Ich will Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Kanaaniter und Hethiter.
  2 23 29   Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstossen vor dir, auf dass nicht das Land wuest werde und sich wilde Tiere wider dich mehren;
  2 23 30   einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstossen, bis du waechsest und das Land besitzest.
  2 23 31   Und will deine Grenze setzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wueste bis an den Strom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, dass du sie sollst ausstossen vor dir her.
  2 23 32   Du sollst mit ihnen oder mit ihren Goettern keinen Bund machen;
  2 23 33   sondern lass sie nicht wohnen in deinem Lande, dass sie dich nicht verfuehren wider mich. Denn wo du ihren Goettern dienst, wird dir's zum Fall geraten.
  2 24  1 * Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum HERRN, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels, und betet an von ferne.
  2 24  2   Aber Mose allein nahe sich zum HERRN und lasse jene nicht herzu nahen, und das Volk komme auch nicht zu ihm herauf.
  2 24  3   Mose kam und erzaehlte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechte. Da antwortete alles Volk mit einer Stimme und sprachen: Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun.
  2 24  4   Da schrieb Mose alle Worte des HERRN und machte sich des Morgens frueh auf und baute einen Altar unten am Berge mit zwoelf Saeulen nach den zwoelf Staemmen Israels,
  2 24  5   und sandte hin Juenglinge aus den Kindern Israel, dass sie Brandopfer darauf opferten und Dankopfer dem HERRN von Farren.
  2 24  6   Und Mose nahm die Haelfte des Blutes und tat's in ein Becken, die andere Haelfte sprengte er auf den Altar.
  2 24  7   Und nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und da sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir tun und gehorchen,
  2 24  8   da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Sehet, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch macht ueber allen diesen Worten.
  2 24  9 * Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels hinauf
  2 24 10   und sahen den Gott Israels. Unter seinen Fuessen war es wie ein schoener Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn's klar ist.
  2 24 11   Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Obersten in Israel. Und da sie Gott geschaut hatten, assen und tranken sie.
  2 24 12 * Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst.
  2 24 13   Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes
  2 24 14   und sprach zu den Aeltesten: Bleibet hier, bis wir wieder zu euch kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Sache, der komme vor dieselben.
  2 24 15   Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg,
  2 24 16   und die Herrlichkeit des HERRN wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage, und er rief Mose am siebenten Tage aus der Wolke.
  2 24 17   Und das Ansehen der Herrlichkeit des HERRN war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel.
  2 24 18   Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berg vierzig Tage und vierzig Naechte.
  2 25  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 25  2   Sage den Kindern Israel, dass sie mir ein Hebopfer geben; und nehmt dasselbe von jedermann, der es willig gibt.
  2 25  3   Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz,
  2 25  4   blauer und roter Purpur, Scharlach, koestliche weisse Leinwand, Ziegenhaar,
  2 25  5   roetliche Widderfelle, Dachsfelle, Akazienholz,
  2 25  6   Oel zur Lampe, Spezerei zur Salbe und zu gutem Raeuchwerk,
  2 25  7   Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild.
  2 25  8   Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.
  2 25  9   Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles ihres Geraets zeigen werde, so sollt ihr's machen.
  2 25 10 * Macht eine Lade aus Akazienholz; dritthalb Ellen soll die Laenge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Hoehe.
  2 25 11   Du sollst sie mit Gold ueberziehen inwendig und auswendig, und mache einen goldenen Kranz oben umher.
  2 25 12   Und giesse vier goldene Ringe und mache sie an ihr vier Ecken, also dass zwei Ringe seien auf einer Seite und zwei auf der andern Seite.
  2 25 13   Und mache Stangen von Akazienholz und ueberziehe sie mit Gold
  2 25 14   und stecke sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie damit trage;
  2 25 15   sie sollen in den Ringen bleiben und nicht herausgetan werden.
  2 25 16   Und sollst in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
  2 25 17   Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Laenge sein und anderthalb Ellen seine Breite.
  2 25 18   Und du sollst zwei Cherubim machen von getriebenem Golde zu beiden Enden des Gnadenstuhls,
  2 25 19   dass ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und also zwei Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden.
  2 25 20   Und die Cherubim sollen ihr Fluegel ausbreiten von oben her, dass sie mit ihren Fluegeln den Gnadenstuhl bedecken und eines jeglichen Antlitz gegen das des andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen.
  2 25 21   Und sollst den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
  2 25 22   Von dem Ort will ich mich dir bezeugen und mit dir reden, naemlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zwei Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.
  2 25 23 * Du sollst auch einen Tisch machen von Akazienholz; zwei Ellen soll seine Laenge sein und eine Elle sein Breite und anderthalb Ellen seine Hoehe.
  2 25 24   Und sollst ihn ueberziehen mit feinem Gold und einen goldenen Kranz umher machen
  2 25 25   und eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste her.
  2 25 26   Und sollst vier goldene Ringe daran machen an die vier Ecken an seinen vier Fuessen.
  2 25 27   Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, dass man Stangen darein tue und den Tisch trage.
  2 25 28   Und sollst die Stangen von Akazienholz machen und sie mit Gold ueberziehen, dass der Tisch damit getragen werde.
  2 25 29   Du sollst auch aus feinem Golde seine Schuesseln und Loeffel machen, seine Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbringe.
  2 25 30   Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir.
  2 25 31 * Du sollst auch einen Leuchter von feinem, getriebenem Golde machen; daran soll der Schaft mit Roehren, Schalen, Knaeufen und Blumen sein.
  2 25 32   Sechs Roehren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drei Roehren.
  2 25 33   Eine jegliche Roehre soll drei offene Schalen mit Knaeufen und Blumen haben; so soll es sein bei den sechs Roehren aus dem Leuchter.
  2 25 34   Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knaeufen und Blumen haben
  2 25 35   und je einen Knauf unter zwei von den Sechs Roehren, welche aus dem Leuchter gehen.
  2 25 36   Beide, die Knaeufe und Roehren, sollen aus ihm gehen, alles getriebenes, lauteres Gold.
  2 25 37   Und sollst sieben Lampen machen obenauf, dass sie nach vornehin leuchten,
  2 25 38   und Lichtschneuzen und Loeschnaepfe von feinem Golde.
  2 25 39   Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mit allem diesem Geraet.
  2 25 40   Und siehe zu, dass du es machst nach dem Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast.
  2 26  1 * Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter, weisser Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du daran machen von kunstreicher Arbeit.
  2 26  2   Die Laenge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen, und sollen alle zehn gleich sein.
  2 26  3   Und sollen je fuenf zu einem Stueck zusammengefuegt sein, einer an den andern.
  2 26  4   Und sollst Schleifen machen von blauem Purpur an jegliches Stueck am Rand, wo die zwei Stuecke sollen zusammengeheftet werden;
  2 26  5   fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck, dass eine Schleife der andern gegenueberstehe.
  2 26  6   Und sollst fuenfzig goldene Haken machen, womit man die Teppiche zusammenheftet, einen an den andern, auf dass es eine Wohnung werde.
  2 26  7 * Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Huette ueber die Wohnung von elf Teppichen.
  2 26  8   Die Laenge eines Teppichs soll dreissig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich gross sein.
  2 26  9   Fuenf sollst du aneinander fuegen und sechs auch aneinander, dass du den sechsten Teppich zwiefaeltig machst vorn an der Huette.
  2 26 10   Und sollst an jegliches Stueck fuenfzig Schleifen machen am Rand, wo die Stuecke sollen zusammengeheftet werden.
  2 26 11   Und sollst fuenfzig eherne Haken machen und die Haken in die Schleifen tun, dass die Huette zusammengefuegt und eine Huette werde.
  2 26 12   Aber vom Ueberlangen an den Teppichen der Huette sollst du einen halben Teppich lassen ueberhangen hinten an der Huette
  2 26 13   und auf beiden Seiten je eine Elle, dass das Ueberlange sei an der Huette Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke.
  2 26 14   Ueber diese Decke sollst du eine Decke machen von roetlichen Widderfellen, dazu ueber sie eine Decke von Dachsfellen.
  2 26 15 * Du sollst auch Bretter machen zu der Wohnung von Akazienholz, die stehen sollen.
  2 26 16   Zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit.
  2 26 17   Zwei Zapfen soll ein Brett haben, dass eins an das andere koenne gesetzt werden. Also sollst du alle Bretter der Wohnung machen.
  2 26 18   Ihrer zwanzig sollen stehen gegen Mittag.
  2 26 19   Die sollen vierzig silberne Fuesse unten haben, je zwei Fuesse unter einem jeglichen Brett an seinen zwei Zapfen.
  2 26 20   Also auf der andern Seite gegen Mitternacht sollen auch zwanzig Bretter stehen
  2 26 21   und vierzig silberne Fuesse, je zwei Fuesse unter jeglichem Brett.
  2 26 22   Aber hinten an der Wohnung gegen Abend sollst du sechs Bretter machen;
  2 26 23   dazu zwei Bretter hinten an die zwei Ecken der Wohnung,
  2 26 24   dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf geselle und oben am Haupt gleich zusammenkomme mit einer Klammer;
  2 26 25   dass es acht Bretter seien mit ihren silbernen Fuessen, deren sollen sechzehn sein, je zwei unter einem Brett.
  2 26 26   Und sollst Riegel machen von Akazienholz, fuenf zu den Brettern auf einer Seite der Wohnung
  2 26 27   und fuenf zu den Brettern auf der andern Seite der Wohnung und fuenf zu den Brettern hinten an der Wohnung gegen Abend.
  2 26 28   Und sollst den mittleren Riegel mitten an den Brettern hindurchstossen und alles zusammenfassen von einem Ende zu dem andern.
  2 26 29   Und sollst die Bretter mit Gold ueberziehen und ihre Ringe von Gold machen, dass man die Riegel darein tue.
  2 26 30   Und die Riegel sollst du mit Gold ueberziehen. Und also sollst du denn die Wohnung aufrichten nach der Weise, wie du gesehen hast auf dem Berge.
  2 26 31 * Du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand; und sollst Cherubim daran machen von kunstreicher Arbeit.
  2 26 32   Und sollst ihn haengen an vier Saeulen von Akazienholz, die mit Gold ueberzogen sind und goldene Haken und vier silberne Fuesse haben.
  2 26 33   Und sollst den Vorhang haengen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, dass er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.
  2 26 34   Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem Allerheiligsten.
  2 26 35   Den Tisch aber setze aussen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenueber, mittagswaerts in der Wohnung, dass der Tisch stehe gegen Mitternacht.
  2 26 36   Und sollst ein Tuch machen in die Tuer der Huette, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2 26 37   Und sollst dem Tuch fuenf Saeulen machen von Akazienholz, mit Gold ueberzogen, mit goldene Haken, und sollst ihnen fuenf eherne Fuesse giessen.
  2 27  1 * Du sollst einen Altar machen von Akazienholz, fuenf Ellen lang und breit, dass er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch.
  2 27  2   Hoerner sollst du auf seinen vier Ecken machen und sollst ihn mit Erz ueberziehen.
  2 27  3   Mache auch Aschentoepfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen; alle seine Geraete sollst du aus Erz machen.
  2 27  4   Du sollst auch ein ehernes Gitter machen wie ein Netz und vier eherne Ringe an seine vier Enden.
  2 27  5   Du sollst's aber von untenauf um den Altar machen, dass das Gitter reiche bis mitten an den Altar.
  2 27  6   Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Akazienholz, mit Erz ueberzogen.
  2 27  7   Und man soll die Stangen in die Ringe tun, dass die Stangen seien an beiden Seiten des Altars, wenn man ihn traegt.
  2 27  8   Und sollst ihn also von Brettern machen, dass er inwendig hohl sei, wie dir auf dem Berge gezeigt ist.
  2 27  9 * Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von gezwirnter weisser Leinwand, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen Mittag,
  2 27 10   und zwanzig Saeulen auf zwanzig ehernen Fuessen, und ihre Haken mit ihren Querstaeben von Silber.
  2 27 11   Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang, zwanzig Saeulen auf zwanzig ehernen Fuessen, und ihre Haken mit ihren Querstaeben von Silber.
  2 27 12   Aber gegen Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang, fuenfzig Ellen lang, zehn Saeulen auf zehn Fuessen.
  2 27 13   Gegen Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fuenfzig Ellen,
  2 27 14   also dass der Umhang habe auf einer Seite fuenfzehn Ellen, dazu drei Saeulen auf drei Fuessen,
  2 27 15   und wieder fuenfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Saeulen auf drei Fuessen;
  2 27 16   aber im Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, dazu vier Saeulen auf ihren vier Fuessen.
  2 27 17   Alle Saeulen um den Hof her sollen silberne Querstaebe und silberne Haken und eherne Fuesse haben.
  2 27 18   Und die Laenge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fuenfzig Ellen, die Hoehe fuenf Ellen, von gezwirnter weisser Leinwand, und seine Fuesse sollen ehern sein.
  2 27 19   Auch alle Geraete der Wohnung zu allerlei Amt und alle ihre Naegel und alle Naegel des Hofes sollen ehern sein.
  2 27 20 * Gebiete den Kindern Israel, dass sie zu dir bringen das allerreinste, lautere Oel von Oelbaeumen, gestossen, zur Leuchte, dass man taeglich Lampen aufsetze
  2 27 21   in der Huette des Stifts, aussen vor dem Vorhang, der vor dem Zeugnis haengt. Und Aaron und seine Soehne sollen sie zurichten des Morgens und des Abends vor dem HERRN. Das soll euch eine ewige Weise sein auf eure Nachkommen unter den Kindern Israel.
  2 28  1 * Du sollst Aaron, deinen Bruder, und seine Soehne zu dir nehmen aus den Kindern Israel, dass er mein Priester sei, naemlich Aaron und seine Soehne Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
  2 28  2   Und sollst Aaron, deinen Bruder, heilige Kleider machen, die herrlich und schoen seien.
  2 28  3   Und du sollst reden mit allen, die eines weisen Herzens sind, die ich mit dem Geist der Weisheit erfuellt habe, dass sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, dass er mein Priester sei.
  2 28  4   Das sind aber die Kleider, die sie machen sollen: das Amtschild, den Leibrock, Purpurrock, engen Rock, Hut und Guertel. Also sollen sie heilige Kleider machen deinem Bruder Aaron und seinen Soehnen, dass er mein Priester sei.
  2 28  5   Dazu sollen sie nehmen Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand.
  2 28  6 * Den Leibrock sollen sie machen von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, kunstreich;
  2 28  7   zwei Schulterstuecke soll er haben, die zusammengehen an beiden Enden, und soll zusammengebunden werden.
  2 28  8   Und sein Gurt darauf soll derselben Kunst und Arbeit sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2 28  9   Und sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf graben die Namen der Kinder Israel,
  2 28 10   Auf jeglichen sechs Namen, nach der Ordnung ihres Alters.
  2 28 11   Das sollst du tun durch die Steinschneider, die da Siegel graben, also dass sie mit Gold umher gefasst werden.
  2 28 12   Und sollst sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks heften, dass es Steine seien zum Gedaechtnis fuer die Kinder Israel, dass Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN zum Gedaechtnis.
  2 28 13   Und sollst goldene Fassungen machen
  2 28 14   und zwei Ketten von feinem Golde, mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend; und sollst sie an die Fassungen tun.
  2 28 15 * Das Amtschild sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2 28 16   Viereckig soll es sein und zwiefach; eine Spanne breit soll seine Laenge sein und eine Spanne breit seine Breite.
  2 28 17   Und sollst's fuellen die vier Reihen voll Steine. Die erste Reihe sei ein Sarder, Topas, Smaragd;
  2 28 18   die andere ein Rubin, Saphir, Demant;
  2 28 19   die dritte ein Lynkurer, Achat, Amethyst;
  2 28 20   die vierte ein Tuerkis, Onyx, Jaspis. In Gold sollen sie gefasst sein in allen Reihen
  2 28 21   und sollen nach den zwoelf Namen der Kinder Israel stehen, gegraben vom Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Namen stehe nach den zwoelf Staemmen.
  2 28 22   Und sollst Ketten zu dem Schild machen mit zwei Enden, aber die Glieder ineinander hangend, von feinem Golde,
  2 28 23   und zwei goldene Ringe an das Schild, also dass du die zwei Ringe heftest an zwei Ecken des Schildes,
  2 28 24   und die zwei goldenen Ketten in die zwei Ringe an den beiden Ecken des Schildes tust.
  2 28 25   Aber die zwei Enden der zwei Ketten sollst du an die zwei Fassungen tun und sie heften auf die Schulterstuecke am Leibrock vornehin.
  2 28 26   Und sollst zwei andere goldene Ringe machen und an die zwei Ecken des Schildes heften an seinem Rand, inwendig gegen den Leibrock.
  2 28 27   Und sollst abermals zwei goldene Ringe machen und sie unten an die zwei Schulterstuecke vorn am Leibrock heften, wo der Leibrock zusammengeht, oben ueber dem Gurt des Leibrocks.
  2 28 28   Und man soll das Schild mit seinen Ringen mit einer blauen Schnur an die Ringe des Leibrocks knuepfen, dass es ueber dem Gurt des Leibrocks hart anliege und das Schild sich nicht vom Leibrock losmache.
  2 28 29   Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel tragen in dem Amtschild auf seinem Herzen, wenn er in das Heilige geht, zum Gedaechtnis vor dem HERRN allezeit.
  2 28 30   Und sollst in das Amtschild tun Licht und Recht, dass sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er eingeht vor den HERRN, dass er trage das Amt der Kinder Israel auf seinem Herzen vor dem HERRN allewege.
  2 28 31 * Du sollst auch einen Purpurrock unter dem Leibrock machen ganz von blauem Purpur.
  2 28 32   Und oben mitteninne soll ein Loch sein und eine Borte um das Loch her zusammengefaltet, dass er nicht zerreisse.
  2 28 33   Und unten an seinen Saum sollst du Granataepfel machen von blauem und rotem Purpur und Scharlach um und um und zwischen dieselben goldene Schellen auch um und um,
  2 28 34   dass eine goldene Schelle sei, darnach ein Granatapfel und wieder eine goldene Schelle und wieder ein Granatapfel, um und um an dem Saum des Purpurrocks.
  2 28 35   Und Aaron soll ihn anhaben, wenn er dient, dass man seinen Klang hoere, wenn er aus und eingeht in das Heilige vor dem HERRN, auf dass er nicht sterbe.
  2 28 36   Du sollst auch ein Stirnblatt machen von feinem Golde und darauf ausgraben, wie man die Siegel ausgraebt: Heilig dem HERRN.
  2 28 37   Und sollst's heften an eine blaue Schnur vorn an den Hut,
  2 28 38   auf der Stirn Aarons, dass also Aaron trage die Missetat des Heiligen, das die Kinder Israel heiligen in allen Gaben ihrer Heiligung; und es soll allewege an seiner Stirn sein, dass er sie versoehne vor dem HERRN.
  2 28 39   Du sollst auch einen engen Rock machen von weisser Leinwand und einen Hut von weisser Leinwand machen und einen gestickten Guertel.
  2 28 40 * Und den Soehnen Aarons sollst du Roecke, Guertel und Hauben machen, die herrlich und schoen seien.
  2 28 41   Und sollst sie deinem Bruder Aaron samt seinen Soehnen anziehen; und sollst sie salben und ihre Haende fuellen und sie weihen, dass sie meine Priester seien.
  2 28 42   Und sollst ihnen leinene Beinkleider machen, zu bedecken die Bloesse des Fleisches von den Lenden bis an die Hueften.
  2 28 43   Und Aaron und seine Soehne sollen sie anhaben, wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, dass sie dienen in dem Heiligtum, dass sie nicht ihre Missetat tragen und sterben muessen. Das soll ihm und seinem Stamm nach ihm eine ewige Weise sein.
  2 29  1 * Das ist's auch, was du ihnen tun sollst, dass sie mir zu Priestern geweiht werden. Nimm einen jungen Farren und zwei Widder ohne Fehl,
  2 29  2   ungesaeuertes Brot und ungesaeuerte Kuchen, mit Oel gemengt, und ungesaeuerte Fladen, mit Oel gesalbt; von Weizenmehl sollst du solches alles machen.
  2 29  3   Und sollst es in einen Korb legen und in dem Korbe herzubringen samt dem Farren und den zwei Widdern.
  2 29  4   Und sollst Aaron und seine Soehne vor die Tuer der Huette des Stifts fuehren und mit Wasser waschen
  2 29  5   und die Kleider nehmen und Aaron anziehen den engen Rock und den Purpurrock und den Leibrock und das Schild zu dem Leibrock, und sollst ihn guerten mit dem Gurt des Leibrocks
  2 29  6   und den Hut auf sein Haupt setzen und die heilige Krone an den Hut.
  2 29  7   Und sollst nehmen das Salboel und auf sein Haupt schuetten und ihn salben.
  2 29  8   Und seine Soehne sollst du auch herzufuehren und den engen Rock ihnen anziehen
  2 29  9   und beide, Aaron und auch sie, mit Guerteln guerten und ihnen die Hauben aufbinden, dass sie das Priestertum haben zu ewiger Weise. Und sollst Aaron und seinen Soehnen die Haende fuellen,
  2 29 10   und den Farren herzufuehren vor die Huette des Stifts; und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf des Farren Haupt legen.
  2 29 11   Und du sollst den Farren schlachten vor dem HERRN, vor der Tuer der Huette des Stifts.
  2 29 12   Und sollst von seinem Blut nehmen und auf des Altars Hoerner tun mit deinem Finger und alles andere Blut an des Altars Boden schuetten.
  2 29 13   Und sollst alles Fett nehmen am Eingeweide und das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett, das darueber liegt, und sollst es auf dem Altar anzuenden.
  2 29 14   Aber des Farren Fleisch, Fell und Mist sollst du draussen vor dem Lager verbrennen; denn es ist ein Suendopfer.
  2 29 15   Aber den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf sein Haupt legen.
  2 29 16   Dann sollst du ihn schlachten und sein Blut nehmen und auf den Altar sprengen ringsherum.
  2 29 17   Aber den Widder sollst du zerlegen in Stuecke, und seine Eingeweide und Schenkel waschen, und sollst es auf seine Stuecke und sein Haupt legen
  2 29 18   und den ganzen Widder anzuenden auf dem Altar; denn es ist dem HERRN ein Brandopfer, ein suesser Geruch, ein Feuer des HERRN.
  2 29 19   Den andern Widder aber sollst du nehmen, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf sein Haupt legen;
  2 29 20   und sollst ihn schlachten und von seinem Blut nehmen und Aaron und seinen Soehnen auf den rechten Ohrknorpel tun und auf ihre Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses; und sollst das Blut auf den Altar sprengen ringsherum.
  2 29 21   Und sollst von dem Blut auf dem Altar nehmen und vom Salboel, und Aaron und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider besprengen; so wird er und seine Kleider, seine Soehne und ihre Kleider geweiht.
  2 29 22   Darnach sollst du nehmen das Fett von dem Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide, das Netz ueber der Leber und die zwei Nieren mit dem Fett darueber und die rechte Schulter (denn es ist ein Widder der Fuellung),
  2 29 23   und ein Brot und einen Oelkuchen und einen Fladen aus dem Korbe des ungesaeuerten Brots, der vor dem HERRN steht;
  2 29 24   und lege alles auf die Haende Aarons und seiner Soehne und webe es dem HERRN.
  2 29 25   Darnach nimm's von ihren Haenden und zuende es an auf dem Altar zu dem Brandopfer, zum suessen Geruch vor dem HERRN; denn das ist ein Feuer des HERRN.
  2 29 26   Und sollst die Brust nehmen vom Widder der Fuellung Aarons und sollst sie dem HERRN weben. Das soll dein Teil sein.
  2 29 27   Und sollst also heiligen die Webebrust und die Hebeschulter, die gewebt und gehebt sind von dem Widder der Fuellung Aarons und seiner Soehne.
  2 29 28   Und das soll Aarons und seiner Soehne sein ewigerweise von den Kindern Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und eine Hebe soll es sein, von den Kindern Israel von ihrem Dankopfern, ihre Hebe fuer den HERRN.
  2 29 29   Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Soehne haben nach ihm, dass sie darin gesalbt und ihre Haende gefuellt werden.
  2 29 30   Welcher unter seinen Soehnen an seiner Statt Priester wird, der soll sie sieben Tage anziehen, dass er gehe in die Huette des Stifts, zu dienen im Heiligen.
  2 29 31   Du sollst aber nehmen den Widder der Fuellung, und sein Fleisch an einem heiligen Ort kochen.
  2 29 32   Und Aaron mit seinen Soehnen soll des Widders Fleisch essen samt dem Brot im Korbe vor der Tuer der Huette des Stifts.
  2 29 33   Denn es ist zur Versoehnung damit geschehen, zu fuellen ihre Haende, dass sie geweiht werden. Kein andrer soll es essen; denn es ist heilig.
  2 29 34   Wo aber etwas uebrigbleibt von dem Fleisch der Fuellung und von dem Brot bis an den Morgen, das sollst du mit Feuer verbrennen und nicht essen lassen; denn es ist heilig.
  2 29 35   Und sollst also mit Aaron und seinen Soehnen tun alles, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Haende fuellen
  2 29 36   und taeglich einen Farren zum Suendopfer schlachten zur Versoehnung. Und sollst den Altar entsuendigen, wenn du ihn versoehnst, und sollst ihn salben, dass er geweiht werde.
  2 29 37   Sieben Tage sollst du den Altar versoehnen und ihn weihen, dass er sei ein Hochheiliges. Wer den Altar anruehren will, der ist dem Heiligtum verfallen.
  2 29 38 * Und das sollst du mit dem Altar tun: zwei jaehrige Laemmer sollst du allewege des Tages darauf opfern,
  2 29 39   Ein Lamm des Morgens, das andere gegen Abend;
  2 29 40   Und zu einem Lamm ein zehntel Semmelmehl, gemengt mit einem Viertel von einem Hin gestossenen Oels, und ein Viertel vom Hin Wein zum Trankopfer.
  2 29 41   Mit dem andern Lamm gegen Abend sollst du tun wie mit dem Speisopfer und Trankopfer des Morgens, zu suessem Geruch, ein Feuer dem Herrn.
  2 29 42   Das ist das taegliche Brandopfer bei euren Nachkommen vor der Tuer der Huette des Stifts, vor dem HERRN, da ich mich euch bezeugen und mit dir reden will.
  2 29 43   Daselbst will ich mich den Kindern Israel bezeugen und geheiligt werden in meiner Herrlichkeit.
  2 29 44   So will ich die Huette des Stifts mit dem Altar heiligen und Aaron und seine Soehne mir zu Priestern weihen.
  2 29 45   Und will unter den Kindern Israel wohnen und ihr Gott sein,
  2 29 46   dass sie wissen sollen, ich sei der HERR, ihr Gott, der sie aus Aegyptenland fuehrte, dass ich unter ihnen wohne, ich, der HERR, Ihr Gott.
  2 30  1 * Du sollst auch einen Raeuchaltar machen, zu raeuchern, von Akazienholz,
  2 30  2   eine Elle lang und breit, gleich viereckig und zwei Ellen hoch, mit seinen Hoernern.
  2 30  3   Und sollst ihn mit feinem Golde ueberziehen, sein Dach und seine Waende ringsumher und seine Hoerner. Und sollst einen Kranz von Gold machen
  2 30  4   und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein tue und ihn damit trage.
  2 30  5   Die Stangen sollst du auch von Akazienholz machen und mit Gold ueberziehen.
  2 30  6   Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses haengt, und vor dem Gnadenstuhl, der auf dem Zeugnis ist, wo ich mich dir bezeugen werde.
  2 30  7   Und Aaron soll darauf raeuchern gutes Raeuchwerk alle Morgen, wenn er die Lampen zurichtet.
  2 30  8   Desgleichen, wenn er die Lampen anzuendet gegen Abend, soll er solch Raeuchwerk auch raeuchern. Das soll das taegliche Raeuchopfer sein vor dem HERRN bei euren Nachkommen.
  2 30  9   Ihr sollt kein fremdes Raeuchwerk darauf tun, auch kein Brandopfer noch Speisopfer und kein Trankopfer darauf opfern.
  2 30 10   Und Aaron soll auf seinen Hoernern versoehnen einmal im Jahr mit dem Blut des Suendopfers zur Versoehnung. Solche Versoehnung soll jaehrlich einmal geschehen bei euren Nachkommen; denn das ist dem HERRN ein Hochheiliges.
  2 30 11 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 30 12   Wenn du die Haeupter der Kinder Israel zaehlst, so soll ein jeglicher dem HERRN geben die Versoehnung seiner Seele, auf dass ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezaehlt werden.
  2 30 13   Es soll aber ein jeglicher, der in der Zahl ist, einen halben Silberling geben nach dem Lot des Heiligtums (ein Lot hat zwanzig Gera). Solcher halber Silberling soll das Hebopfer des HERRN sein.
  2 30 14   Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und darueber, der soll solch Hebopfer dem HERRN geben.
  2 30 15   Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Silberling, den man dem HERRN zur Hebe gibt fuer die Versoehnung ihre Seelen.
  2 30 16   Und du sollst solch Geld der Versoehnung nehmen von den Kindern Israel und zum Gottesdienst der Huette des Stifts geben, dass es sei den Kindern Israel ein Gedaechtnis vor dem HERRN, dass er sich Ueber ihre Seelen versoehnen lasse.
  2 30 17 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 30 18   Du sollst auch ein ehernes Handfass machen mit einem ehernen Fuss, zum Waschen, und sollst es setzen zwischen die Huette des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun,
  2 30 19   dass Aaron und seine Soehne ihre Haende und Fuesse darin waschen,
  2 30 20   wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder zum Altar, dass sie dienen, ein Feuer anzuzuenden dem HERRN,
  2 30 21   auf dass sie nicht sterben. Das soll eine ewige Weise sein ihm und seinem Samen bei ihren Nachkommen.
  2 30 22 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 30 23   Nimm zu dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe, fuenfhundert Lot, und Zimt, die Haelfte soviel, zweihundertfuenfzig, und Kalmus, auch zweihundertfuenfzig,
  2 30 24   und Kassia, fuenfhundert, nach dem Lot des Heiligtums, und Oel vom Oelbaum ein Hin.
  2 30 25   Und mache ein heiliges Salboel nach der Kunst des Salbenbereiters.
  2 30 26   Und sollst damit salben die Huette des Stifts und die Lade des Zeugnisses,
  2 30 27   den Tisch mit allem seinem Geraete, den Leuchter mit seinem Geraete, den Raeucheraltar,
  2 30 28   den Brandopferaltar mit allem seinem Geraete und das Handfass mit seinem Fuss.
  2 30 29   Und sollst sie also weihen, dass sie hochheilig seien; denn wer sie anruehren will, der ist dem Heiligtum verfallen.
  2 30 30   Aaron und seine Soehne sollst du auch salben und sie mir zu Priestern weihen.
  2 30 31   Und sollst mit den Kindern Israel reden und sprechen: Dies Oel soll mir eine heilige Salbe sein bei euren Nachkommen.
  2 30 32   Auf Menschenleib soll's nicht gegossen werden, sollst auch seinesgleichen nicht machen; denn es ist heilig, darum soll's euch heilig sein.
  2 30 33   Wer ein solches macht oder einem andern davon gibt, der soll von seinem Volk ausgerottet werden.
  2 30 34   Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei; Balsam, Stakte, Galban und reinen Weihrauch, von einem so viel wie vom andern,
  2 30 35   und mache Raeuchwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt, dass es rein und heilig sei.
  2 30 36   Und du sollst es zu Pulver stossen und sollst davon tun vor das Zeugnis in der Huette des Stifts, wo ich mich dir bezeugen werde. Das soll euch ein Hochheiliges sein.
  2 30 37   Und desgleichen Raeuchwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soll dir heilig sein dem HERRN.
  2 30 38   Wer ein solches machen wird, der wird ausgerottet werden von seinem Volk.
  2 31  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 31  2   Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda,
  2 31  3   und habe ihn erfuellt mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Geschicklichkeit,
  2 31  4   kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber, Erz,
  2 31  5   kunstreich Steine zu schneiden und einzusetzen, und kunstreich zu zimmern am Holz, zu machen allerlei Werk.
  2 31  6   Und siehe, ich habe ihm zugegeben Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan; und habe allerlei Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, dass sie machen sollen alles, was ich dir geboten habe:
  2 31  7   die Huette des Stifts, die Lade des Zeugnisses, den Gnadenstuhl darauf und alle Geraete der Huette,
  2 31  8   den Tisch und sein Geraet, den feinen Leuchter und all sein Geraet, den Raeucheraltar,
  2 31  9   den Brandopferaltar mit allem seinem Geraete, das Handfass mit seinem Fuss,
  2 31 10   die Amtskleider und die heiligen Kleider des Priesters Aaron und die Kleider seiner Soehne, priesterlich zu dienen,
  2 31 11   das Salboel und das Raeuchwerk von Spezerei zum Heiligtum. Alles, was ich dir geboten habe, werden sie machen.
  2 31 12 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 31 13   Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, dass ihr wisset, dass ich der HERR bin, der euch heiligt.
  2 31 14   Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk.
  2 31 15   Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben.
  2 31 16   Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund.
  2 31 17   Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.
  2 31 18   Und da der HERR ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes.
  2 32  1 * Da aber das Volk sah, dass Mose verzog, von dem Berge zu kommen, sammelte sich's wider Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Goetter, die vor uns her gehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Aegyptenland gefuehrt hat.
  2 32  2   Aaron sprach zu ihnen: Reisst ab die goldenen Ohrenringe an den Ohren eurer Weiber, eurer Soehne und eurer Toechter und bringet sie zu mir.
  2 32  3   Da riss alles Volk seine goldenen Ohrenringe von ihren Ohren, und brachten sie zu Aaron.
  2 32  4   Und er nahm sie von ihren Haenden und entwarf's mit einem Griffel und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus Aegyptenland gefuehrt haben!
  2 32  5   Da das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und liess ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest.
  2 32  6   Und sie standen des Morgens frueh auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer. Darnach setzte sich das Volk, zu essen und zu trinken, und standen auf zu spielen.
  2 32  7 * Der HERR aber sprach zu Mose: Gehe, steig hinab; denn dein Volk, das du aus Aegyptenland gefuehrt hast, hat's verderbt.
  2 32  8   Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus Aegyptenland gefuehrt haben.
  2 32  9   Und der HERR sprach zu Mose: Ich sehe, dass es ein halsstarriges Volk ist.
  2 32 10   Und nun lass mich, dass mein Zorn ueber sie ergrimme und sie vertilge; so will ich dich zum grossen Volk machen.
  2 32 11   Mose aber flehte vor dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Ach HERR, warum will dein Zorn ergrimmen ueber dein Volk, das du mit grosser Kraft und starker Hand hast aus Aegyptenland gefuehrt?
  2 32 12   Warum sollen die Aegypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglueck ausgefuehrt, dass er sie erwuergte im Gebirge und vertilgte vom Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zornes und lass dich gereuen des Uebels ueber dein Volk.
  2 32 13   Gedenke an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheissen hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich euch verheissen habe, will ich eurem Samen geben, und sie sollen's besitzen ewiglich.
  2 32 14   Also gereute den HERRN das Uebel, das er drohte seinem Volk zu tun.
  2 32 15 * Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, die waren beschrieben auf beiden Seiten.
  2 32 16   Und Gott hatte sie selbst gemacht und selber die Schrift eingegraben.
  2 32 17   Da nun Josua hoerte des Volks Geschrei, dass sie jauchzten, sprach er zu Mose: Es ist ein Geschrei im Lager wie im Streit.
  2 32 18   Er antwortete: Es ist nicht ein Geschrei gegeneinander derer, die obliegen und unterliegen, sondern ich hoere ein Geschrei eines Singetanzes.
  2 32 19   Als er aber nahe zum Lager kam und das Kalb und den Reigen sah, ergrimmte er mit Zorn und warf die Tafeln aus seiner Hand und zerbrach sie unten am Berge
  2 32 20   und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und zerschmelzte es mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und staeubte es aufs Wasser und gab's den Kindern Israel zu trinken
  2 32 21 * und sprach zu Aaron: Was hat dir das Volk getan, dass du eine so grosse Suende ueber sie gebracht hast?
  2 32 22   Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. Du weisst, dass dies Volk boese ist.
  2 32 23   Sie sprachen zu mir: Mache uns Goetter, die vor uns her gehen; denn wir wissen nicht, wie es diesem Manne Mose geht, der uns aus Aegyptenland gefuehrt hat.
  2 32 24   Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reiss es ab und gebe es mir. Und ich warf's ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden.
  2 32 25   Da nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwaetz bei ihren Widersachern),
  2 32 26   trat er an das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem HERRN angehoert! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi.
  2 32 27   Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Guerte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurueck von einem Tor zum andern das Lager, und erwuerge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Naechsten.
  2 32 28   Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann.
  2 32 29   Da sprach Mose: Fuellet heute eure Haende dem HERRN, ein jeglicher an seinem Sohn und Bruder, dass heute ueber euch der Segen gegeben werde.
  2 32 30 * Des Morgens sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine grosse Suende getan; nun will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht eure Suende versoehnen moege.
  2 32 31   Als nun Mose wieder zum HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine grosse Suende getan, und sie haben sich goldene Goetter gemacht.
  2 32 32   Nun vergib ihnen ihre Suende; wo nicht, so tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast.
  2 32 33   Der HERR sprach zu Mose: Was? Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir suendigt.
  2 32 34   So gehe nun hin und fuehre das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor dir her gehen. Ich werde ihre Suende wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt heimzusuchen.
  2 32 35   Also strafte der HERR das Volk, dass sie das Kalb hatten gemacht, welches Aaron gemacht hatte.
  2 33  1 * Der HERR sprach zu Mose: Gehe, ziehe von dannen, du und das Volk, das du aus Aegyptenland gefuehrt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Deinem Samen will ich's geben;
  2 33  2   und ich will vor dir her senden einen Engel und ausstossen die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter,
  2 33  3   dich zu bringen in das Land, darin Milch und Honig fliesst. Ich will nicht mit dir hinaufziehen, denn du bist ein halsstarriges Volk; ich moechte dich unterwegs vertilgen.
  2 33  4   Da das Volk diese boese Rede hoerte, trugen sie Leid, und niemand trug seinen Schmuck an sich.
  2 33  5   Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Wo ich nur einen Augenblick mit dir hinaufzoege, wuerde ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, dass ich wisse, was ich dir tun soll.
  2 33  6   Also taten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich vor dem Berge Horeb.
  2 33  7 * Mose aber nahm die Huette und schlug sie auf draussen, ferne vom Lager, und hiess sie eine Huette des Stifts. Und wer den HERRN fragen wollte, musste herausgehen zur Huette des Stifts vor das Lager.
  2 33  8   Und wenn Mose ausging zur Huette so stand alles Volk auf und trat ein jeglicher in seiner Huette Tuer und sahen ihm nach, bis er in die Huette kam.
  2 33  9   Und wenn Mose in die Huette kam, so kam die Wolkensaeule hernieder und stand in der Huette Tuer und redete mit Mose.
  2 33 10   Und alles Volk sah die Wolkensaeule in der Huette Tuer stehen, und standen auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Huette Tuer.
  2 33 11   Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrte zum Lager, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Juengling, nicht aus der Huette.
  2 33 12 * Und Mose sprach zu dem HERRN: Siehe, du sprichst zu mir: Fuehre das Volk hinauf! und laesst mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, so du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen Augen gefunden.
  2 33 13   Habe ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mich deinen Weg wissen, damit ich dich kenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und siehe doch, dass dies Volk dein Volk ist.
  2 33 14   Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; damit will ich dich leiten.
  2 33 15   Er aber sprach zu ihm: Wo nicht dein Angesicht vorangeht, so fuehre uns nicht von dannen hinauf.
  2 33 16   Denn wobei soll doch erkannt werden, dass ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, ausser wenn du mit uns gehst, auf dass ich und dein Volk geruehmt werden vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist?
  2 33 17   Der HERR sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.
  2 33 18   Er aber sprach: So lass mich deine Herrlichkeit sehen.
  2 33 19   Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht alle meine Guete voruebergehen lassen und will ausrufen des HERRN Namen vor dir. Wem ich aber gnaedig bin, dem bin ich gnaedig; und wes ich mich erbarme, des erbarme ich mich.
  2 33 20   Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.
  2 33 21   Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir; da sollst du auf dem Fels stehen.
  2 33 22   Wenn denn nun meine Herrlichkeit voruebergeht, will ich dich in der Felskluft lassen stehen und meine Hand ob dir halten, bis ich voruebergehe.
  2 33 23   Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hintennach sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
  2 34  1 * Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, dass ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, welche du zerbrochen hast.
  2 34  2   Und sei morgen bereit, dass du frueh auf den Berg Sinai steigest und daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze.
  2 34  3   Und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass niemand gesehen werde um den ganzen Berg her; auch kein Schaf noch Rind lass weiden gegen diesen Berg hin.
  2 34  4   Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und stand des Morgens frueh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
  2 34  5 * Da kam der HERR hernieder in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und rief aus des HERRN Namen.
  2 34  6   Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorueber und rief: HERR, HERR, GOTT, barmherzig und gnaedig und geduldig und von grosser Gnade und Treue!
  2 34  7   der da bewahrt Gnade in tausend Glieder und vergibt Missetat, Uebertretung und Suende, und vor welchem niemand unschuldig ist; der die Missetat der Vaeter heimsucht auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte und vierte Glied.
  2 34  8   Und Mose neigte sich eilend zu der Erde und betete an
  2 34  9   und sprach: Habe ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der HERR mit uns; denn es ist ein halstarriges Volk, dass du unsrer Missetat und Suende gnaedig seist und lassest uns dein Erbe sein.
  2 34 10 * Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Voelkern, und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des HERRN Werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde.
  2 34 11   Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstossen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
  2 34 12   Huete dich, dass du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, dass sie dir nicht ein Fallstrick unter dir werden;
  2 34 13   sondern ihre Altaere sollst du umstuerzen und ihre Goetzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten;
  2 34 14   denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heisst ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er.
  2 34 15   Dass du nicht einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn sie ihren Goettern nachlaufen und opfern ihren Goettern, sie dich nicht laden und du von ihrem Opfer essest,
  2 34 16   und dass du nehmest deinen Soehnen ihre Toechter zu Weibern und dieselben dann ihren Goettern nachlaufen und machen deine Soehne auch ihren Goettern nachlaufen.
  2 34 17   Du sollst dir keine gegossenen Goetter machen.
  2 34 18 * Das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Aegypten gezogen.
  2 34 19   Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was maennlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf.
  2 34 20   Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf loesen. Wo du es aber nicht loesest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Soehnen sollst du loesen. Und dass niemand vor mir leer erscheine!
  2 34 21   Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, mit Pfluegen und mit Ernten.
  2 34 22   Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist.
  2 34 23   Dreimal im Jahr soll alles, was maennlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN und Gott Israels.
  2 34 24   Wenn ich die Heiden vor dir ausstossen und deine Grenze erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, die weil du hinaufgehst dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott.
  2 34 25   Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern neben gesaeuertem Brot, und das Opfer des Osterfestes soll nicht ueber Nacht bleiben bis an den Morgen.
  2 34 26   Die Erstlinge von den Fruechten deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Boecklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.
  2 34 27   Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.
  2 34 28 * Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Naechte und ass kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.
  2 34 29   Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts glaenzte davon, dass er mit ihm geredet hatte.
  2 34 30   Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, dass die Haut seines Angesichts glaenzte, fuerchteten sie sich, zu ihm zu nahen.
  2 34 31   Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und er redete mit ihnen.
  2 34 32   Darnach nahten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai.
  2 34 33   Und da er solches alles mit ihnen geredet hatte, legte er eine Decke auf sein Angesicht.
  2 34 34   Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit den Kindern Israel, was ihm geboten war,
  2 34 35   so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, dass die Haut seines Angesichts glaenzte; so tat er wieder die Decke auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.
  2 35  1 * Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, das ihr tun sollt:
  2 35  2   Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat der Ruhe des HERRN. Wer an dem arbeitet, soll sterben.
  2 35  3   Ihr sollt kein Feuer anzuenden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.
  2 35  4   Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das ist's, was der HERR geboten hat:
  2 35  5   Gebt unter euch ein Hebopfer dem HERRN, also dass das Hebopfer des HERRN ein jeglicher willig bringe, Gold, Silber, Erz,
  2 35  6   blauen und roten Purpur, Scharlach, weisse Leinwand und Ziegenhaar,
  2 35  7   roetliche Widderfelle, Dachsfelle und Akazienholz,
  2 35  8   Oel zur Lampe und Spezerei zur Salbe und zu gutem Raeuchwerk,
  2 35  9   Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Amtschild.
  2 35 10   Und wer unter euch verstaendig ist, der komme und mache, was der HERR geboten hat:
  2 35 11   naemlich die Wohnung mit ihrer Huette und Decke, Haken, Brettern, Riegeln, Saeulen und Fuessen;
  2 35 12   die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl und Vorhang;
  2 35 13   den Tisch mit seinen Stangen und allem seinem Geraete und die Schaubrote;
  2 35 14   den Leuchter, zu leuchten, und sein Geraet und seine Lampen und das Oel zum Licht;
  2 35 15   den Raeucheraltar mit seinen Stangen, die Salbe und Spezerei zum Raeuchwerk; das Tuch vor der Wohnung Tuer;
  2 35 16   den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, Stangen und allem seinem Geraete; das Handfass mit seinem Fusse;
  2 35 17   den Umhang des Vorhofs mit seinen Saeulen und Fuessen und das Tuch des Tors am Vorhof;
  2 35 18   die Naegel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Seilen;
  2 35 19   die Kleider des Amts zum Dienst im Heiligen, die heiligen Kleider Aarons, des Priesters, mit den Kleidern seiner Soehne zum Priestertum.
  2 35 20 * Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Israel aus von Mose.
  2 35 21   Und alle, die es gern und willig gaben, kamen und brachten das Hebopfer dem HERRN zum Werk der Huette des Stifts und zu allem ihren Dienst und zu den heiligen Kleidern.
  2 35 22   Es brachten aber beide, Mann und Weib, wer's willig tat, Spangen, Ohrringe, Ringe und Geschmeide und allerlei goldenes Geraet. Dazu brachte jedermann Gold zum Webeopfer dem HERRN.
  2 35 23   Und wer bei sich fand blauen und roten Purpur, Scharlach, weisse Leinwand, Ziegenhaar, roetliche Widderfelle und Dachsfelle, der brachte es.
  2 35 24   Und wer Silber und Erz hob, der brachte es zur Hebe dem HERRN. Und wer Akazienholz bei sich fand, der brachte es zu allerlei Werk des Gottesdienstes.
  2 35 25   Und welche verstaendige Weiber waren, die spannen mit ihren Haenden und brachten ihr Gespinnst, blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand.
  2 35 26   Und welche Weiber solche Arbeit konnten und willig dazu waren, die spannen Ziegenhaare.
  2 35 27   Die Fuersten aber brachten Onyxsteine und eingefasste Steine zum Leibrock und zum Schild
  2 35 28   und Spezerei und Oel zu den Lichtern und zur Salbe und zum guten Raeuchwerk.
  2 35 29   Also brachte die Kinder Israel willig, beide, Mann und Weib, zu allerlei Werk, das der HERR geboten hatte durch Mose, dass man's machen sollte.
  2 35 30 * Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der HERR hat mit Namen berufen den Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda,
  2 35 31   und hat ihn erfuellt mit dem Geist Gottes, dass er weise, verstaendig, geschickt sei zu allerlei Werk,
  2 35 32   kunstreich zu arbeiten an Gold, Silber und Erz,
  2 35 33   Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu zimmern, zu machen allerlei kunstreiche Arbeit.
  2 35 34   Und hat ihm ins Herz gegeben, zu unterweisen, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan.
  2 35 35   Er hat ihr Herz mit Weisheit erfuellt, zu machen allerlei Werk, zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weisser Leinwand, und mit Weben, dass sie machen allerlei Werk und kunstreiche Arbeit erfinden.
  2 36  1 * Da arbeiteten Bezaleel und Oholiab und alle weisen Maenner, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk machen sollten zum Dienst des Heiligtums, nach allem, was der HERR geboten hatte.
  2 36  2   Und Mose berief den Bezaleel und Oholiab und alle weisen Maenner, denen der HERR Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, alle, die sich freiwillig erboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke.
  2 36  3   Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel brachten zu dem Werke des Dienstes des Heiligtums, dass es gemacht wuerde. Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm.
  2 36  4   Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeglicher von seinem Werk, das sie machten,
  2 36  5   und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr denn zum Werk dieses Dienstes not ist, das der HERR zu machen geboten hat.
  2 36  6   Da gebot Mose, dass man rufen liess durchs Lager: Niemand tue mehr zur Hebe des Heiligtums. Da hoerte das Volk auf zu bringen.
  2 36  7   Denn des Dinges war genug zu allerlei Werk, das zu machen war, und noch uebrig.
  2 36  8 * Also machten alle weisen Maenner unter den Arbeitern am Werk die Wohnung, zehn Teppiche von gezwirnter weisser Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, und Cherubim daran von kunstreicher Arbeit.
  2 36  9   Die Laenge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier Ellen, und waren alle in einem Mass.
  2 36 10   Und er fuegte je fuenf Teppiche zu einem Stueck zusammen, einen an den andern.
  2 36 11   Und machte blaue Schleifen an jegliches Stueck am Rande, wo die zwei Stuecke sollten zusammengeheftet werden,
  2 36 12   fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck, dass eine Schleife der anderen gegenueberstuende.
  2 36 13   Und machte fuenfzig goldene Haken und heftete die Teppiche mit den Haken einen an den andern zusammen, dass es eine Wohnung wuerde.
  2 36 14 * Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren, zur Huette ueber die Wohnung,
  2 36 15   dreissig Ellen lang und vier Ellen breit, alle in einem Mass.
  2 36 16   Und fuegte ihrer fuenf zusammen auf einen Teil und sechs zusammen auf den andern Teil.
  2 36 17   Und machte fuenfzig Schleifen an jegliches Stueck am Rande, wo die Stuecke sollten zusammengeheftet werden.
  2 36 18   Und machte je fuenfzig eherne Haken, dass die Huette damit zusammen in eins gefuegt wuerde.
  2 36 19   Und machte eine Decke ueber die Huette von roetlichen Widderfellen und ueber die noch eine Decke von Dachsfellen.
  2 36 20   Und machte Bretter zur Wohnung von Akazienholz, die stehen sollten,
  2 36 21   ein jegliches zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit
  2 36 22   und an jeglichem zwei Zapfen, damit eins an das andere gesetzt wuerde. Also machte er alle Bretter zur Wohnung,
  2 36 23   dass der Bretter zwanzig gegen Mittag standen.
  2 36 24   Und machte vierzig silberne Fuesse darunter, unter jeglich Brett zwei Fuesse an seine zwei Zapfen.
  2 36 25   Also zur andern Seite der Wohnung, gegen Mitternacht, machte er auch zwanzig Bretter
  2 36 26   mit vierzig silbernen Fuessen, unter jeglichem Brett zwei Fuesse.
  2 36 27   Aber hinten an der Wohnung, gegen Abend, machte er sechs Bretter
  2 36 28   und zwei andere hinten an den zwei Ecken der Wohnung,
  2 36 29   dass ein jegliches der beiden sich mit seinem Eckbrett von untenauf gesellte und oben am Haupt zusammenkaeme mit einer Klammer,
  2 36 30   dass der Bretter acht wuerden und sechzehn silberne Fuesse, unter jeglichem zwei Fuesse.
  2 36 31   Und er machte Riegel von Akazienholz, fuenf zu den Brettern auf der einen Seite der Wohnung
  2 36 32   und fuenf auf der andern Seite und fuenf hintenan, gegen Abend.
  2 36 33   Und machte den mittleren Riegel, dass er mitten an den Brettern hindurchgestossen wuerde von einem Ende zum andern.
  2 36 34   Und ueberzog die Bretter mit Gold; aber ihre Ringe machte er von Gold, dass man die Riegel darein taete, und ueberzog die Riegel mit Gold.
  2 36 35 * Und machte den Vorhang mit dem Cherubim daran kuenstlich von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2 36 36   Und machte zu demselben vier Saeulen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, und ihre Haken von Gold; und goss dazu vier silberne Fuesse.
  2 36 37   Und machte ein Tuch in der Tuer der Huette von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, gestickt,
  2 36 38   und fuenf Saeulen dazu mit ihren Haken, und ueberzog ihre Koepfe und Querstaebe mit Gold und fuenf eherne Fuesse daran.
  2 37  1 * Und Bezaleel machte die Lade von Akazienholz, dritthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und hoch,
  2 37  2   und ueberzog sie mit feinem Golde inwendig und auswendig und machte ihr einen goldenen Kranz umher.
  2 37  3   Und goss vier goldene Ringe an ihre vier Ecken, auf jeglicher Seite zwei.
  2 37  4   Und machte Stangen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold
  2 37  5   und tat sie in die Ringe an der Lade Seiten, dass man sie tragen konnte.
  2 37  6   Und machte den Gnadenstuhl von feinem Golde, dritthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit.
  2 37  7   Und machte zwei Cherubim von getriebenem Golde an die zwei Enden des Gnadenstuhls,
  2 37  8   einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende.
  2 37  9   Und die Cherubim breiteten ihre Fluegel aus von obenher und deckten damit den Gnadenstuhl; und ihre Antlitze standen gegeneinander und sahen auf den Gnadenstuhl.
  2 37 10 * Und er machte den Tisch von Akazienholz, zwei Ellen lang, eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch,
  2 37 11   und ueberzog ihn mit feinem Golde und machte ihm einen goldenen Kranz umher.
  2 37 12   Und machte ihm eine Leiste umher, eine Handbreit hoch, und machte einen goldenen Kranz um die Leiste her.
  2 37 13   Und goss dazu vier goldene Ringe und tat sie an die vier Ecken an seinen vier Fuessen,
  2 37 14   hart an der Leiste, dass die Stangen darin waeren, daran man den Tisch truege.
  2 37 15   Und machte die Stangen von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, dass man den Tisch damit truege.
  2 37 16   Und machte auch von feinem Golde das Geraet auf den Tisch: Schuesseln und Loeffel, Kannen und Schalen, darin man das Trankopfer darbraechte.
  2 37 17   Und er machte den Leuchter von feinem, getriebenem Golde. Daran war der Schaft mit Roehren, Schalen, Knaeufen und Blumen.
  2 37 18   Sechs Roehren gingen zu seinen Seiten aus, zu jeglicher Seite drei Roehren.
  2 37 19   Drei Schalen waren an jeglichem Rohr mit Knaeufen und Blumen.
  2 37 20   An dem Leuchter aber waren vier Schalen mit Knaeufen und Blumen,
  2 37 21   je ein Knauf unter zwei von den sechs Roehren, die aus ihm gingen,
  2 37 22   und die Knaeufe und Roehren gingen aus ihm, und war alles aus getriebenem, feinem Gold.
  2 37 23   Und machte die sieben Lampen mit ihren Lichtschnaeuzen und Loeschnaepfen von feinem Gold.
  2 37 24   Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein Geraet.
  2 37 25 * Er machte auch den Raeucheraltar von Akazienholz, eine Elle lang und breit, gleich viereckig, und zwei Ellen hoch, mit seinen Hoernern,
  2 37 26   und ueberzog ihn mit feinem Golde, sein Dach und seine Waende ringsumher und seine Hoerner, und machte ihm einen Kranz umher von Gold
  2 37 27   und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, dass man Stangen darein taete und ihn damit truege.
  2 37 28   Aber die Stangen machte er von Akazienholz und ueberzog sie mit Gold.
  2 37 29   Und er machte die heilige Salbe und Raeuchwerk von reiner Spezerei nach der Kunst des Salbenbereiters.
  2 38  1 * Und er machte den Brandopferaltar von Akazienholz, fuenf Ellen lang und breit, gleich viereckig, und drei Ellen hoch.
  2 38  2   Und machte vier Hoerner, die aus ihm gingen auf seinen vier Ecken, und ueberzog sie mit Erz.
  2 38  3   Und machte allerlei Geraete zu dem Altar: Aschentoepfe, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen, alles aus Erz.
  2 38  4   Und machte am Altar ein Gitter wie ein Netz von Erz umher, von untenauf bis an die Haelfte des Altars.
  2 38  5   Und goss vier Ringe an die vier Enden des ehernen Gitters fuer die Stangen.
  2 38  6   Dieselben machte er aus Akazienholz und ueberzog sie mit Erz
  2 38  7   und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, dass man ihn damit truege; und machte ihn inwendig hohl.
  2 38  8   Und machte ein Handfass von Erz und seinen Fuss auch von Erz aus Spiegeln der Weiber, die vor der Tuer der Huette des Stifts dienten.
  2 38  9 * Und er machte den Vorhof: Gegen Mittag mit einem Umhang, hundert Ellen lang, von gezwirnter weisser Leinwand,
  2 38 10   mit seinen zwanzig Saeulen und zwanzig Fuessen von Erz, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber;
  2 38 11   desgleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Saeulen und zwanzig Fuessen von Erz, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber;
  2 38 12   gegen Abend aber fuenfzig Ellen mit zehn Saeulen und zehn Fuessen, aber ihre Haken und Querstaebe von Silber;
  2 38 13   gegen Morgen auch fuenfzig Ellen;
  2 38 14   fuenfzehn Ellen auf einer Seite mit drei Saeulen und drei Fuessen,
  2 38 15   und auf der andern Seite auch fuenfzehn Ellen mit drei Saeulen und drei Fuessen, dass ihrer so viele waren an der einen Seite des Tors am Vorhofe als an der andern.
  2 38 16   Alle Umhaenge des Vorhofs waren von gezwirnter weisser Leinwand
  2 38 17   und die Fuesse der Saeulen von Erz und ihre Haken und Querstaebe von Silber, also dass ihre Koepfe ueberzogen waren mit Silber. Und ihre Querstaebe waren silbern an allen Saeulen des Vorhofs.
  2 38 18   Und das Tuch in dem Tor des Vorhofs machte er gestickt von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, zwanzig Ellen lang und fuenf Ellen hoch, nach dem Mass der Umhaenge des Vorhofs.
  2 38 19   Dazu vier Saeulen und vier Fuesse von Erz, und ihre Haken von Silber und ihre Koepfe und ihre Querstaebe ueberzogen mit Silber.
  2 38 20   Und alle Naegel der Wohnung und des Vorhofs ringsherum waren von Erz.
  2 38 21 * Das ist nun die Summe zu der Wohnung des Zeugnisses, die gezaehlt ward, wie Mose geboten hatte, durch den Dienst der Leviten unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.
  2 38 22   Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hur, vom Stamme Juda, machte alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte,
  2 38 23   und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan, ein Meister zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und weisser Leinwand.
  2 38 24   Alles Gold, das verarbeitet ist in diesem ganzen Werk des Heiligtums, das zum Webeopfer gegeben ward, ist neunundzwanzig Zentner siebenhundertunddreissig Lot nach dem Lot des Heiligtums.
  2 38 25   Des Silbers aber, das von der Gemeinde kam, war hundert Zentner tausendsiebenhundertfuenfzig Lot nach dem Lot des Heiligtums:
  2 38 26   so manch Haupt, so manch halbes Lot nach dem Lot des Heiligtums, von allen, die gezaehlt wurden von zwanzig Jahren an und darueber, sechshundertmaltausend dreitausend fuenfhundertundfuenfzig.
  2 38 27   Aus den hundert Zentnern Silber goss man die Fuesse des Heiligtums und die Fuesse des Vorhangs, hundert Fuesse aus hundert Zentnern, je einen Zentner zum Fuss.
  2 38 28   Aber aus tausend siebenhundert und fuenfundsiebzig Loten wurden gemacht der Saeulen Haken, und ihre Koepfe ueberzogen und ihre Querstaebe.
  2 38 29   Das Webeopfer aber des Erzes war siebzig Zentner zweitausendvierhundert Lot.
  2 38 30   Daraus wurden gemacht die Fuesse in der Tuer der Huette des Stifts und der eherne Altar und das eherne Gitter daran und alle Geraete des Altars,
  2 38 31   dazu die Fuesse des Vorhofs ringsherum und die Fuesse des Tores am Vorhofe, alle Naegel der Wohnung und alle Naegel des Vorhofs ringsherum.
  2 39  1 * Aber von dem blauen und roten Purpur und dem Scharlach machten sie Aaron Amtskleider, zu dienen im Heiligtum, wie der HERR Mose geboten hatte.
  2 39  2   Und er machte den Leibrock von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2 39  3   Und sie schlugen das Gold und schnitten's zu Faden, dass man's kuenstlich wirken konnte unter den blauen und roten Purpur, Scharlach und weisse Leinwand.
  2 39  4   Schulterstuecke machten sie an ihm, die zusammengingen, und an beiden Enden ward er zusammengebunden.
  2 39  5   Und sein Gurt war nach derselben Kunst und Arbeit von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2 39  6   Und sie machten zwei Onyxsteine, umher gefasst mit Gold, gegraben durch die Steinschneider mit den Namen der Kinder Israel;
  2 39  7   und er heftete sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks, dass es Steine seien zum Gedaechtnis der Kinder Israel, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2 39  8   Und sie machten das Schild nach der Kunst und dem Werk des Leibrocks von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand,
  2 39  9   dass es viereckig und zwiefach war, eine Spanne lang und breit.
  2 39 10   Und fuellten es mit vier Reihen Steinen: die erste Reihe war ein Sarder, Topas und Smaragd;
  2 39 11   die andere ein Rubin, Saphir und Demant;
  2 39 12   die dritte ein Lynkurer, Achat und Amethyst;
  2 39 13   die vierte ein Tuerkis, Onyx und Jaspis, umher gefasst mit Gold in allen Reihen.
  2 39 14   Und die Steine standen nach den zwoelf Namen der Kinder Israel, gegraben durch die Steinschneider, dass auf einem jeglichen ein Name stand nach den zwoelf Staemmen.
  2 39 15   Und sie machten am Schild Ketten mit zwei Enden von feinem Golde
  2 39 16   und zwei goldene Fassungen und zwei goldene Ringe und hefteten die zwei Ringe auf die zwei Ecken des Schildes.
  2 39 17   Und die zwei goldenen Ketten taten sie in die zwei Ringe auf den Ecken des Schildes.
  2 39 18   Aber die zwei Enden der Ketten taten sie an die zwei Fassungen und hefteten sie auf die Schulterstuecke des Leibrocks vornehin.
  2 39 19   Und machten zwei andere goldene Ringe und hefteten sie an die zwei andern Ecken des Schildes an seinen Rand, inwendig gegen den Leibrock.
  2 39 20   Und sie machten zwei andere goldene Ringe, die taten sie unten an die zwei Schulterstuecke vorn am Leibrock, wo er zusammengeht, oben ueber dem Gurt des Leibrocks,
  2 39 21   dass das Schild mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks geknuepft wuerde mit einer blauen Schnur, dass es ueber dem Gurt des Leibrocks hart anlaege und nicht vom Leibrock los wuerde, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2 39 22   Und machte einen Purpurrock zum Leibrock, gewirkt, ganz von blauem Purpur,
  2 39 23   und sein Loch oben mitteninne und eine Borte ums Loch her gefaltet, dass er nicht zerrisse.
  2 39 24   Und sie machten an seinen Saum Granataepfel von blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weisser Leinwand.
  2 39 25   Und machten Schellen von feinem Golde; die taten sie zwischen die Granataepfel ringsumher am Saum des Purpurrocks,
  2 39 26   je ein Granatapfel und eine Schelle um und um am Saum, darin zu dienen, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2 39 27   Und sie machten auch die engen Roecke, von weisser Leinwand gewirkt, Aaron und seinen Soehnen,
  2 39 28   und den Hut von weisser Leinwand und die schoenen Hauben von weisser Leinwand und Beinkleider von gezwirnter weisser Leinwand
  2 39 29   und den gestickten Guertel von gezwirnter weisser Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2 39 30   Sie machten auch das Stirnblatt, die heilige Krone, von feinem Gold, und gruben Schrift darein: Heilig dem HERRN.
  2 39 31   Und banden eine blaue Schnur daran, dass sie an den Hut von obenher geheftet wuerde, wie der HERR dem Mose geboten hatte.
  2 39 32 * Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Huette des Stifts. Und die Kinder Israel taten alles, was der HERR dem Mose geboten hatte.
  2 39 33   Und sie brachten die Wohnung zu Mose: die Huette und alle ihre Geraete, Haken, Bretter, Riegel, Saeulen, Fuesse,
  2 39 34   die Decke von roetlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen und den Vorhang;
  2 39 35   die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl;
  2 39 36   den Tisch und alle seine Geraete und die Schaubrote;
  2 39 37   den schoenen Leuchter mit den Lampen zubereitet und allem seinen Geraete und Oel zum Licht;
  2 39 38   den Goldenen Altar und die Salbe und gutes Raeuchwerk; das Tuch in der Huette Tuer;
  2 39 39   den ehernen Altar und sein ehernes Gitter mit seinen Stangen und allem seinem Geraete; das Handfass mit seinem Fuss;
  2 39 40   die Umhaenge des Vorhofs mit seinen Saeulen und Fuessen; das Tuch im Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Naegeln und allem Geraet zum Dienst der Wohnung der Huette des Stifts;
  2 39 41   die Amtskleider des Priesters Aaron, zu dienen im Heiligtum, und die Kleider seiner Soehne, dass sie Priesteramt taeten.
  2 39 42   Alles, wie der HERR dem Mose geboten hatte, taten die Kinder Israel an allem diesem Dienst.
  2 39 43   Und Mose sah an all dies Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie der HERR geboten hatte. Und er segnete sie.
  2 40  1 * Und der HERR redete mit Mose und sprach:
  2 40  2   Du sollst die Wohnung der Huette des Stifts aufrichten am ersten Tage des ersten Monats.
  2 40  3   und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses und vor die Lade den Vorhang haengen.
  2 40  4   Und sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten und den Leuchter darstellen und die Lampen darauf setzen.
  2 40  5   Und sollst den goldenen Raeucheraltar setzen vor die Lade des Zeugnisses und das Tuch in der Tuer der Wohnung aufhaengen.
  2 40  6   Den Brandopferaltar aber sollst du setzen heraus vor die Tuer der Wohnung der Huette des Stifts,
  2 40  7   und das Handfass zwischen die Huette des Stifts und den Altar, und Wasser darein tun,
  2 40  8   und den Vorhof stellen umher, und das Tuch in der Tuer des Vorhofs aufhaengen.
  2 40  9   Und sollst die Salbe nehmen, und die Wohnung und alles, was darin ist, salben; und sollst sie weihen mit allem ihrem Geraete, dass sie heilig sei.
  2 40 10   Und sollst den Brandopferaltar salben mit allem seinem Geraete, und weihen, dass er hochheilig sei.
  2 40 11   Sollst auch das Handfass und seinen Fuss salben und weihen.
  2 40 12   Und sollst Aaron und seine Soehne vor die Tuer der Huette des Stifts fuehren und mit Wasser waschen,
  2 40 13   und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und weihen, dass er mein Priester sei;
  2 40 14   und seine Soehne auch herzufuehren und ihnen die engen Roecke anziehen,
  2 40 15   und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, dass sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum bei ihren Nachkommen.
  2 40 16 * Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte.
  2 40 17   Also ward die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr, am ersten Tage des ersten Monats.
  2 40 18   Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Fuesse und die Bretter und Riegel und richtete die Saeulen auf
  2 40 19   und breitete die Huette aus ueber der Wohnung und legte die Decke der Huette obendarauf, wie der HERR ihm geboten hatte,
  2 40 20   und nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stangen an die Lade und tat den Gnadenstuhl oben auf die Lade
  2 40 21   und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses, wie ihm der HERR geboten hatte,
  2 40 22   und setzte den Tisch in die Huette des Stifts, an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht, aussen vor den Vorhang,
  2 40 23   und richtete Brot darauf zu vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte,
  2 40 24   und setzte den Leuchter auch hinein, gegenueber dem Tisch, an die Seite der Wohnung gegen Mittag,
  2 40 25   und tat Lampen darauf vor dem HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte,
  2 40 26   und setzte den goldenen Altar hinein vor den Vorhang
  2 40 27   und raeucherte darauf mit gutem Raeuchwerk, wie ihm der HERR geboten hatte,
  2 40 28   und hing das Tuch in die Tuer der Wohnung.
  2 40 29   Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tuer der Wohnung der Huette des Stifts und opferte darauf Brandopfer und Speisopfer, wie ihm der HERR geboten hatte.
  2 40 30   Und das Handfass setzte er zwischen die Huette des Stifts und den Altar und tat Wasser darein zum Waschen.
  2 40 31   Und Mose, Aaron und seine Soehne wuschen ihre Haende und Fuesse darin.
  2 40 32   Denn sie muessen sich waschen, wenn sie in die Huette des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, wie ihm der HERR geboten hatte.
  2 40 33   Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar her und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk.
  2 40 34 * Da bedeckte die Wolke die Huette des Stifts, und die Herrlichkeit des HERRN fuellte die Wohnung.
  2 40 35   Und Mose konnte nicht in die Huette des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung fuellte.
  2 40 36   Und wenn die Wolke sich aufhob von der Wohnung, so zogen die Kinder Israel, solange sie reisten.
  2 40 37   Wenn sich aber die Wolke nicht aufhob, so zogen sie nicht bis an den Tag, da sie sich aufhob.
  2 40 38   Denn die Wolke des HERRN war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie reisten.
